Ok – ich hab noch keins

Was für ein Frust: Vorbestellt, vorreserviert, ausverkauft, mit leeren Händen aus dem Shop gelaufen…

So gings mir am Freitag den 13. – ach nein war ja der 11.7.2008. Wer mich kennt, weiss, ich bin Gadget Freak. Ich gebs zu. Was zeichnet den glücklichen Gadeget Freak aus? Richtig: Immer das Neuste zuerst zu haben. Was macht den Gadget Freak unglücklich? Richtig: Wenn er das Neuste zuletzt erhält. Ja, ich gebs zu: Ich bin unglücklich.

Ich hab mich auf die sonst doch so zuverlässigen Tugenden der Swisscom verlassen und habe ganz schweizerisch ordentlich eine Vorbestellung gemacht. Doch nichts da – hat alles nichts genützt. Der Swisscom-Ladenhüter hat mich auf die Frage, wo den mein vorbestelltes so sehnsüchtig erwartetes MobileMe vollkompatibles Ding sei, nur einfallslos angeschnauzt: Schon lange alle weg. So gewinnt man Kunden! Oder so hält man Kunden.

Nun denn – ich werde auf die zweite Lieferung warten und mich dann ganz unvorbestellt in einen Laden der Swisscom wagen und nochmals nachfragen, ob ich den so ein Ding kriegen dürfte… so geht das, mit der lieben Kundenorientierung.

Guter Beitrag „Business Angel“

Ich habe am Mittwoch an einem von b-2-v und ASBAN organisierten Anlass in Bad Ragaz teilgenommen. Zielpublikum waren „neue“ Business Angel. Vermittelt wurden die Basics eines professionellen Business Angels. Ich habe anlässlich eines von Florian Schweitzer organisierten Abendessens einen „Kaminfeuer Talk“ gegeben… Nun leider waren nicht sehr viele der angemeldeten Gäste erscheinen (ich hoffe dies lag nicht an mir), trotzdem habe ich einen tollen Abend verbracht mit sehr guten und interessanten Gesprächen.

Es wäre sehr gut, wenn noch mehr gestandene Schweizer UnternehmerInnen ihr profundes Wissen und ein bisschen Geld professionell im Bereich „Early Stage Investments“ als Business Angel einbringen würden.

Zum Thema Business Angel habe ich zudem bei Gründerszene noch einen guten Beitrag für UnternehmerInnen, oder solche dies es werden wollen,  gefunden – hier mehr dazu.

Video Blog – wie das?

Ich bin wieder in Palo Alto. Seit ich im letzten Jahr hier in Stanford ein Executive Programm gemacht habe, lieb ich diesen Ort. Ich bin mit Stefan Tirtey hier von Doughty Hanson Technology Ventures und habe verschiedene Termine mit interessanten Leuten. Da Stefan auch ein Läufer ist, sind wir heute morgen früh noch vor Sonnenaufgang los und sind um den Campus in die Hügel laufen gegangen. Es war einfach grossartig. Ich liebe diesen Duft und die Farben – ach ich schwärme ja nur.

Nun es sind wieder spannende Sachen angesagt. Ich werde in meinem kyte Channel versuchen einiges auch live zu posten. So quasi ein VideoBlog im Blog – mal schauen ob und wie das geht.

Nun, was ist in den letzten Wochen so geschehen. Eines der ganz grossen Themen, denen ich im Moment nachgehe, ist die ganze Mobile Einbindung der Kommunikation von Social Networks. Was ist da der nächste grosse Schritt und wie kriege ich mein SN auf mein Handy und kann immer mit meinen Nächsten verbunden bleiben? Was sind relevante Informationen, die diese Nutzer auch wirklich wollen und suchen? Und wie kann das ganze auch tragfähig monetarisiert werden?

Zudem habe ich einige spannende Start-up Geschichten im Bereich Social Network aber auch in anderen Bereichen. Mehr darüber in einem weiteren Post.

Oh God my Mom joint Facebook

Lautet die hysterische Meldung von der Teenager Generation. Und die Angst ist berechtigt. Wie lange kann sich Facebook als Studenten, Schüler oder Jugend-Netzwerk profilieren.

Mit der Öffnung hin zu einem generellen Netzwerk mit Subnetzen ist aus meiner Sicht eine Balanceakt.Die Verwässerung der Positionierung hin zu dem allerwelts-Netzwerk mit tausenden von Applikationen, könnte nicht nur die eingefleischten Nutzer beängstigen.

Ich bin der Meinung, dass unbegrenzte Öffnung von Netzwerken problematisch ist. Was macht studiVZ so betörend und so sticky? Warum kommunizieren mittlerweile mehr als 800’000 Schüler wie blöd über schuelerVZ? Warum sind Xing Nutzer so an die Plattform gebunden? Aus meiner Sicht ist die Antwort ganz einfach: Hauptsächlich weil die Positionierung des Netzwerkes einen gemeinsamen Nenner schafft, eine Art Gruppenidentifikation, das heisst Ausdrucksform einer Person. Dies ist aber nur in einem klar abgrenzbaren Rahmen möglich. So sind zum Beispiel viele studiVZ Benutzer klar der Meinung, dass nur Studenten auf der Plattform zugelassen werden sollen. Fake Profile werden sofort denunziert – von der Gemeinschaft selbst. Das heisst dann auch Netzwerk ist Gemeinschaft oder Gesellschaft! Falls diese Identität bricht orientiert sich der Nutzer neu und dies könnte zum Wechsel zur nächsten Gemeinschaft führen. Dabei werden Profile nicht gelöscht sondern die Aktivität und Kommunikation wechselt zum anderen, neuen Netzwerk.

Deshalb bin ich so angetan von den klar ausgerichteten Netzwerken mit entsprechende starker und ausgeprägter Relevanz für den Benutzer.

Gewinnen! Oder Verhandlungen richtig führen.

Ich weiss, ich habe dazu schon einige Posts gemacht. Ich habe aber gerade diese Woche wieder in einigen Fällen sehr negative Erfahrungen gemacht – grobe Fehler bei wichtigen Vertragsverhandlungen miterlebt und möchte deshalb hier ein paar Tipps abgeben:

1. Vorbereitung ist Alles!
Der wichtigste Punkt vorab: Vorbereitung. Wer unvorbereitet in eine Verhandlung einsteigt, der hat eigentlich schon nachgegeben (verloren). Je wichtiger die Verhandlung umso wichtiger die Vorbereitung.

2. Liste der Verhandlungspunkte machen
Welches sind die wichtigen Punkte, die verhandelt werden sollen. Danach die verschiedenen Punkte nach Prioritäten für die Zielerreichung bewerten. Maximal 3-5 top Prioritäten festlegen alle anderen Punkte in zweiter oder „nice-to-have“ Priorität versehen.

3. Anker pro Verhandlungspunkt setzen
Pro Verhandlungspunkt festlegen, wo die linke (untere) und rechte (obere) Begrenzung liegt. Festlegen, wo steigt man in die Verhandlung des Punktes ein und wo ist das Limit, bis wo man entgegen gehen will. (Merke: Wichtiger Unterschied: Entgegen gehen oder kommen? „Gehen“ ist aktiv – „Kommen“ ist passiv eventuell sogar unterwürfig!)

4. Verhandlungstaktik festlegen

Nun kommt der wichtigste Punkte: Die Verhandlungstaktik. Also in welcher Reihenfolge, die Verhandlungspunkte abgearbeitet werden. Legen sie sich dazu ein Ablaufszenario zurecht. Zuerst einen unwichtigen Punkt (Aufwärmphase). Danach einen wichtigen Punkt aus der Priorität 1 und dort sich unbedingt Durchsetzen in eigener Ankerzone. Danach ein oder zwei unwichtigere Punkte und dort allenfalls eher an die Grenze des Ankers gehen, also dem Gegenüber entgegen gehen oder gewisse Erfolge zu billigen. Danach wieder einen wichtigen Punkt gewinnen.

Achtung: Falls man in einem Prio 1 Punkt in der Verhandlung nicht in der eigenen Ankerzone ist, nicht locker lassen, allenfalls den Punkt als offen deklarieren und einen unwichtigeren Punkt aufnehmen – da den Gegener „gewinnen“ lassen und entsprechend den eigenen wichtigen Punkt mit entsprechendem Gewicht wieder aufnehmen.

Wenn man eine Verhandlung auch als Kampf ansieht – rein theoretisch natürlich – so ist eine alte Weisheit, dass wer über seinen Gegner und seine Absichten viel weiss, immer im Vorteil ist. Das heisst, dass man vor aber auch während den Verhandlungen erkennen muss, was dem Gegenüber wichtige Punkte sind, so kann ich bei diesen seinen wichtigen Punkten entsprechend reagieren. Dies wiederum verleiht mir in meinen Punkten wieder Vorteile.

Wer Verhandlungen so gut vorbereitet „gewinnt“ die wichtigen Punkte und damit Verhandlungen. Und Achtung: Bei Verhandlungen setzt man entweder seine eigenen Punkte in der eigenen Ankerzone durch oder man akzeptiert die seines Gegners. Das Zweite ist immer der einfachere Weg und oft tendieren wir (die Mehrheit) ganz automatisch den ersten gesetzten Anker zu akzeptieren. Oder wer hat schon einmal beim dritten Einkauf im Sportladen einen Preisnachlass gefordert?

Willst Du ein Unternehmen gründen?

Toller Beitrag von Atomico ein Ausschnitt aus einem Vortrag von Niklas Zennström anlässlich des „Zeitgeist“ Event über Unternehmertum und Unternehmen gründen, Motivation und fehlende Geschäftsmodelle…

Zu sehen hier!

Ein Must für alle die ein Unternehmen gründen wollen und zu hart über die Risiken nachdenken!

BTW: Ich liebe „I just never give up!“