Oh God my Mom joint Facebook

Lautet die hysterische Meldung von der Teenager Generation. Und die Angst ist berechtigt. Wie lange kann sich Facebook als Studenten, Schüler oder Jugend-Netzwerk profilieren.

Mit der Öffnung hin zu einem generellen Netzwerk mit Subnetzen ist aus meiner Sicht eine Balanceakt.Die Verwässerung der Positionierung hin zu dem allerwelts-Netzwerk mit tausenden von Applikationen, könnte nicht nur die eingefleischten Nutzer beängstigen.

Ich bin der Meinung, dass unbegrenzte Öffnung von Netzwerken problematisch ist. Was macht studiVZ so betörend und so sticky? Warum kommunizieren mittlerweile mehr als 800’000 Schüler wie blöd über schuelerVZ? Warum sind Xing Nutzer so an die Plattform gebunden? Aus meiner Sicht ist die Antwort ganz einfach: Hauptsächlich weil die Positionierung des Netzwerkes einen gemeinsamen Nenner schafft, eine Art Gruppenidentifikation, das heisst Ausdrucksform einer Person. Dies ist aber nur in einem klar abgrenzbaren Rahmen möglich. So sind zum Beispiel viele studiVZ Benutzer klar der Meinung, dass nur Studenten auf der Plattform zugelassen werden sollen. Fake Profile werden sofort denunziert – von der Gemeinschaft selbst. Das heisst dann auch Netzwerk ist Gemeinschaft oder Gesellschaft! Falls diese Identität bricht orientiert sich der Nutzer neu und dies könnte zum Wechsel zur nächsten Gemeinschaft führen. Dabei werden Profile nicht gelöscht sondern die Aktivität und Kommunikation wechselt zum anderen, neuen Netzwerk.

Deshalb bin ich so angetan von den klar ausgerichteten Netzwerken mit entsprechende starker und ausgeprägter Relevanz für den Benutzer.

5 Gedanken zu „Oh God my Mom joint Facebook

  1. Da wiederspreche ich dir, facebook ist für studierende viel interessanter als studivz, da meine studienfreunde international sind, und ichh auch andere bekanntschaften darauf erschliessen will, nicht nur studierende.

    facebook ist für das private und xing für das geschäftliche.

  2. @Valentin: ja klar – auch ich nutze facebook für meine internationalen Kontakte. Aber wenn ich 19 wäre und gerade meine letzten Party Fotos hochladen würde und gleichzeitig meine Mutter auch auf Facebook wäre – hätte ich da nicht ein Problem. Auch wenn sie vielleicht nicht direkt einsehen könnte, wäre es doch für mich enorm uncool auf dem gleichen Netz zu sein wie meine Mutter?
    Nun natürlich will Facebook dies nicht und wird viel dafür tun, dass sich „das Operating System“ durchsetzt (Argument: Meine Mutter arbeitet ja auch mit Windows). Aber Social Networks sind einfach fragiler. Ich bin nicht so sicher ob sich das wirklich langfristig durchsetzt. Der momentane Hype gibt ihnen aber auf alle Fälle recht😉

  3. Musste etwas schmunzeln bei dem Titel. Das wäre, glaube ich, in der Tat der „Killer“ wenn die Mütter so mancher Studenten die Bilder im StudiVZ/Facebook sehen würden.

    Facebook hat aber meiner Meinung nach die Fähigkeit bzw. das Potential ein Social Network für alle zu sein. Denn die Studenten einer Uni können ja nur joinen, wenn Sie die Uni E-Mail haben. Ich kann die Fotos von Student XY nur sehen, wenn er mein Kontakt ist oder er im gleichen Network. Die Mutter ist dann bei General Electric im Network, der Sohn bei Harvard. Wenn der Sohn der Mutter den Kontaktwunsch nicht bestätigt😉 dann gibt es da keine Probleme.

    Bin auch gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

  4. genau das habe ich vor 4 Wochen auch so kennengelernt. Ich war für eine Woche einen Teil meiner Familie in USA besuchen – darunter auch: meine beiden Nichten (gehen beide auf die 20. zu).

    Mit Ihnen hab ich ein paar Q&A Runden zum Thema Social Networks gemacht. Beide nutzen intensiv Facebook / MySpace und andere.

    Es war ein komplettes „no-go“ aus ihrer Sicht – aber auch aus Sicht deren Freundinnen.

    Die Welle an „Aussteigern“ wird bald die Welle der „Neu-Ankömmlinge“ übersteigen und, spätestens dann, muss u.a. Facebook sich selbst neu bewerten ( http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/225008.html?nv=cd-rss1210 )

    Sie fragten mich danach, ob ich nicht etwas neues, simples und für die Zielgruppe „only“ bereitstellen könnte….🙂

    Bedarf & der Markt für neue ist da… Das wissen wir spätestens seit dem Auftreten von Google (und dem Untergang von hotbot, altavista & co.)

  5. Ich finde das Facebook ein enormes (meist ungenutztes) Potenzial im Bereich der „Privacy“ bietet, so kann ich sehr differenziert bestimmen, welcher User nur mein limitiertes Profil sehen darf. Meine „echten“ Freunde können somit alle Informationen sehen, meine „geschäftlichten“ oder „virtuellen“ Freunde sehen nur mein limitiertes Profil. Sicherlich wären einzelfall-spezifische Freigaben wie bei Xing idealer, als Killerkriterium würde ich die Offenheit des Netzwerkes aber noch nicht betrachten. Sollte Facebook diesbezüglich geschickt kommunizieren, könnte diese Angst um die Privatsphäre ggf. eigedämmt werden.

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