Vision für Studenten

Tolles Video, dass ich von Kirk Greiner von GenevaLogic zugespielt erhielt. Ist zwar schon ein Jahr alt aber aktueller den je![kyte.tv appKey=MarbachViewerEmbedded&uri=channels/244/110446&embedId=10084575] 

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China bloggt!

Bin in dieser Woche in Beijing und Hong Kong unterwegs. Ich hatte mehrere Meetings mit unseren Leuten von GenevaLogic China. So hatte ich auch die Gelegenheit den Pilotkunden von SpeedLingua die Beijing Foreign Studies University zu besuchen.

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In dem Trainingscenter haben wir einen Klassenraum mit SpeedLingua eingerichtet. Dort werden für 2 Wochen 40 Studenten Englisch mit SpeedLingua trainieren. Parallel dazu trainiert die Klasse B auch mit ca. 40 Studenten ohne SpeedLingua für 14 Tage. Danach werden die Testresultate beider Klasse Vorher/Nachher verglichen. Wir sind sehr gespannt auf die Resultate. BeiWai, wie die Uni auch heisst, gilt als die renommierteste Sprachuniversität in China.

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Es war sehr eindrücklich, die Infrastruktur dieser Uni zu beobachten. Bei uns würden wohl solche Lernverhältnisse punkto Platz/Student oder auch die sanitären Einrichtungen kaum akzeptiert 😉

Auf dem Flug mit China Airlines nach Hong Kong, habe ich einmal mehr das immense Markt Potential unserer Software Lösung in China bestätigt erhalten – die Stewardessen waren in Englisch kaum zu verstehen, der Wortschatz ist da, aber die Aussprache hapert gewaltig.

In Beijing traf ich für einen Gedankenaustausch Xinju Song. Er ist verantwortlich für openBC/Xing China. Er hat zudem eine Online Weiterbildungsplattform, die er in China sehr erfolgreich betreibt. Er hat mir erzählt, dass mittlerweile beim China-News-Dienst Sina (Grösstes Portal in China) mehr User im Bereich Blogs als im Bereich News sind. Blogs seien in China enorm im Trend. Interessant ist aber, dass der Zugang zu Online Blogs wie WordPress nach wie vor gesperrt ist. Deshalb kommt der China Update hier aus Hong Kong.

Ich verstehe nur Chinesisch

Ich bin jedesmal tief beeindruckt wenn unser Country Manager in China, Olivier Bloch, mir mir durch China reist und allen Chinesen in fliessendem Chinesisch erklärt was wir essen oder trinken wollen oder wo hinfahren müssen. Dies geschieht in einer Leichtigkeit, dass ich nur Staunen muss. Denn ich kann zwar nicht Italienisch sprechen, aber ich verstehe was ein Italiener mir ungefähr sagen will. Gleich geht es mir bei Spanisch. Aber bei Chinesisch ist einfach Schluss: Keine Chance auch nur ein Wort zu verstehen oder auch nur die Gestik zu interpretieren.

Wir waren bei dem grossen Treffen mit dem Leiter des Ministry of Education in Beijing. Dieses Institut entwickelt die Richtlinien, nach denen die Schulen im ganzen Land didaktische Hilfsmittel beschaffen. Wie wichtig ist das? 200 Millionen Schüler lernen nach einem zentral vorgegebenen Schulstoff. Na ja, das ist schon was. Nun wir wollen ja mit unseren Produkten (vor allem mit SpeedLingua) in ein gezieltes Marktsegment eintauchen (und hoffentlich gut schwimmen können). Das ist gerade bei einem so riesigen Markt umso wichtiger: Fokus, Fokus, Fokus! Und die Gelegenheiten wären riesig: Alleine die Ausländer die nach China kommen um Chinesisch zu lernen sind mittlerweile jährlich über 140’000 Studenten. Als einer der wenigen ausländischen Firmen, haben wir durch das Ministerium einen sehr guten Zugang zu einem Teil des Marktes erhalten. Nun müssen wir dies aber auch in Verkäufe umsetzen. Und da wartet noch ein ganzes Stück Arbeit auf die Crew hier in Beijing.

Märkte erkämpfen

Bin wieder in China – genau gesagt in Beijing. GenevaLogic ist nun schon seit einem Jahr präsent hier in China. Das gestrige Gespräch hat mir wieder eindrücklich gezeigt, wie abentuerlich teilweise der Markt hier funktioniert. Ich bin aber vor allem auch tief beeindruckt, was die Jungs hier bereits geleistet und erreicht haben. Und es hat mir auch wieder gezeigt, was für ein grosses Abentuer es ist, einen gänzlich neuen Markt anzugehen. Solche Abenteuer ziehen mich einfach an. Sind Unternehmer vielleicht auch Abenteurer? Hoffentlich aber keine Romantiker! Denn hier geht’s um’s Geschäft! Und wie! Morgen mehr!

Das KOF kämpft weiter gegen das Unternehmertum!

Mit der Aussage   , dass neu gegründete Unternehmen kaum Arbeitsplätze schaffen, hatte das KOF (Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich) vor ein oder zwei Jahren, in der Jungunternehmer Szene einen Sturm der Empörung ausgelöst. In einer eiligen Umfrage konnte diese Tatsache vom Institut für Jungunternehmer leicht widerlegt werden. Nun doppelt das KOF in einem Artikel in der Wirtschaftszeitung Cash nach:

„Junge Firmen schaffen weniger Jobs als erwartet“

Dabei wird eine Studie des KOF’s zitiert die zum Beispiel nachweist, dass Neugründungen in den Jahren 1996 – 2002 durchschnittlich 1,7 Beschäftigte hatten. Es werden zudem interessante Werte aufgeführt, wie viele Unternehmen nach wie viel Jahren noch überlebten. Aus all den vielen Statistiken schliesst der Bericht, dass durchschnittlich pro Jahr 18’420 Vollzeitstellen geschaffen wurden. Dies wird als eher bescheidener Beitrag taxiert.

Wie viele Unternehmensgründungen waren „Consulting“ Einzel- oder Kleinstfirmen?

Wie viele der Unternehmensgründungen endeten in Übernahmen von Konzernen?

Wie viele der Jungunternehmen, die es nicht schafften waren Einzel- oder Kleinstfirmen?

Wie representativ sind diese Zahlen in Bezug auf den Zeitraum „Hype“ Wirtschaftswachstum 96 – 99 und „Eiszeit“ 2000 – 2002? Hat dies die Überlebenschancen nicht erheblich beeinflusst und wie repräsentativ ist dieser Zeitraum wirklich?

Ich verstehe diesen Kampf des KOF’s in keiner Art und Weise. geht es hier einfach darum, Recht zu haben oder Sinn oder Unsinn einer wissenschaftlichen Untersuchung? Marmet vom KOF macht auf alle Fälle keinem Jungunternehmer Mut, fördert in keiner Art und Weise Neugründungen oder das Etablieren von wichtigen Clusters in neuen Wirtschaftsbereichen, die ohne Neugründungen schlicht nicht entstehen.

Aber eigentlich ist dieser skandalöse Bericht ja ein Abbild einer Forschungsanstalt, die ja gerade den Neugründungsnotstand der ETH rechtfertigen muss. Es ist für Herr Marmet sicherlich toll vom KOF ohne Risiko, ohne Sorgen um Erfolg oder Misserfolg des eigenen unternehmerischen Handelns etwas zu erreichen, monatlich die Entschädigung einstreichen zu können – und vom hohen Berg der KOF/ETH auf die Schweiz zu schauen und uns zu sagen wie es uns den heute wieder geht! Ach wie kann das Leben doch einfach sein!

PS: Ich habe gar nichts gegen die ETH und es gibt immer wieder tolle Start-up’s aus dem Schoss der ETH – aber die ETH ist diesbezüglich nicht Stanford… hoffentlich noch nicht!

Stanford Technology Ventures Program (STVP)

Das Stanford Technology Ventures Programm ist eine tolle Sammlung von vielen sehr nützlichen Informationen zum Thema „Entrepreneur“.

Zum Beispiel verschiedene Videos von David Neeleman, CEO von JetBlue, über ganz verschiedene Themen. Wir haben des Fall „JetBlue“ im Executive Program Growing Companies in Stanford diesen Sommer auch behandelt und es ist schlicht sensationell was JetBlue in der kurzen Zeit geschafft hat. Ein riesiger Verdienst fiel dabei auf den Aufbau der richtigen Unternehmenskultur. David Neeleman hat aber in seiner Karriere, wie das in der USA üblich ist, auch Tiefschläge erlebt. Dies hat ihn sicherlich auch beim Aufbau von JetBlue geprägt. Eine tolle Information für alle diejenigen, die sich vielleicht vor dem Risiko eines Misserfolgs fürchten. Schaut Euch mal diesen Video an!

Zudem gibt es auf dieser Seite viele zusätzliche Informationen wie Podcasts von Ikonen des Silicon Valley’s Venture Capitalists, CEOs und andere erfahrene Unternehmer, wie Mark Zuckerberg (Facebook), Carol Bartz (Autodesk), Michael Goldberg (Mohr Davidow Ventures) and Joel Peterson (Peterson Partners, Trammell Crow)

Eine Seite, die man unbedingt „bookmarken“ sollte.

ICT Förderung, E-Government und Bildung

Ich weiss gar nicht so recht wo anfangen. Der Bericht von Beat Kappeler in der „NZZ am Sonntag“ (Online nicht verfügbar) hat mich wirklich geärgert. Ich schätze die liberale Haltung von Herr Kappeler sehr und seine Kolumnen sind oftmals sehr gut. Aber dieses Mal hat er tüchtig daneben gegriffen. Scheinbar ist im nicht bewusst, oder bekannt, welchen Stellenwert die ICT einnimmt und wie sie sich laufend verändert. Für die, die den Bericht nicht gelesen haben, hier einige Aussagen:

„Während angelsächsische Jungmänner Internetfirmen wie Google, Ebay, Skype oder MySpace aus dem Nichts erschaffen, will die Schweizer CVP dem Staat die Rolle des Schrittmachers erteilen, um die Chance Wissensgesellschaft zu packen.“

Und zu der Forderung der CVP die Schweiz soll der Topstandort für Informations- und Kommunikationstechnologien in Europa werden: „Einerseits bedeutet dies gar nichts, weil die Spitze des Fortschritts bereits in den Vereinigten Staaten liegt, nicht in Europa, und anderseits streben ETH-Forscher und Praktiker in den Firmen heute auch anderes an, etwa die Spitze der Nanotechnik.“ „… in der Mechanik und Automatik ist die Schweizer Wirtschaft Weltspitze…“

Zu der Forderung des Papiers der CVP nach „jedem Schüler ein PC“: „… Die Fähigkeiten dazu erwirbt der Schüler mit Lesen, Schreiben, Rechnen und mit perfekten Englishkentnissen, nicht mit gratis hingestellten Gerätchen. „Back to the basics“ muss die Devise in der Schule sein. Und ob die Schweiz im Jahre 2015 eine grosse Biotechnik-Macht sein wird oder ein Zentrum für Nanotechnik oder aber der Informatik – dies entscheiden die gut ausgebildeten Schüler sowie gute Standorte.“

Erstens, Herr Kappeler, Skype ist eine echte Europäische Erfindung – keine angelsächsische.

Zweitens, hat meine Tochter (4. Schuljahr) nach wie vor keinen PC im Unterricht. Das einzige „Gerätchen“ ist ein uralter PC, der kaum mehr läuft – ihn gebrauchen würde wohl niemand mehr wollen – es ist ein alter Pentium II noch aus dem letzten Jahrhundert.

Drittens, warum wohl sind die Rahmenbedingungen für viele Start-up’s im Bereich Informationstechnologien in den USA derart gut? Im Bereich Technologieeinsatz in der Schule ist die USA Europa und insbesondere der Schweiz um Meilen (Jahre) voraus. Einfach mal eine Zahl: Auf einen PC in der durchschnittlichen US Schule kommen gerade mal 3,5 Schüler, in einigen Staaten sogar unter 2 Schüler! Und in der Schweiz? 11 bis 15 Schüler! Aber für sie ist ja wichtig, dass sie Lesen und Schreiben lernen – gerade so wie vor 100 Jahren: „Back to the Basics“ – was würden da wohl die Forscher bei der Gentechnologie sagen oder in neuen Forschungsprogrammen der ETH für die Nanotechnologie, wo der Einsatz von PC und der trainierte Umgang mit entsprechenden Softwareentwicklungenfür Forschungsprojekte und Resultate entscheidend sind?

Verstehen Sie mich richtig: Die Diskussion und Sensibilisierung welche Bedeutung der Einsatz von Technologie in der Bildung hat, widerspiegelt sich genau in solchen Äusserungen. iPod und Podcasting erlauben es dem US Schüler, die Lektion vom Lehrer nochmals nachzuverfolgen, PC und kollaborative Webdienste ermöglichen es dem Schüler auch nach dem Unterricht mit der Lehrerin Fragen austauschen zu können. Eltern können direkt mit Lehrern kommunizieren und sind in das Schulsystem voll eingebunden. Das sind wahre private Initiativen. Ich als Elternteil will in die Bildung meines Kindes involviert sein. Ich will mithelfen können, meine Tochter anregen können, im Sinne der Schule zu lernen und zwar basierend auf neuen und zugänglichen Informationsquellen, beispielsweise das Internet. Dazu braucht es mutige und innovative LehrerInnen, Schulen und die bei uns nun mal notwendige Unterstützung der Politik. Leider haben die Eltern in unserem Schulsystem nur indirekt etwas zu sagen. Gerade deshalb braucht es die Gesellschaft, die erkennt, dass die Wissensgesellschaft beim Kind anfängt. Dort sind Beat Kappelers neuen Nanotech-Forscherinnen, da sind die neuen Generationen von Bio- und Genforschern, da sind die nächsten Skype- oder MySpace-Erfinder – aber nur, wenn sie mit der neuen Materie vertraut gemacht werden und sie von Beginn weg richtig einzusetzen wissen.

Was Beat Kappeler in seinem Bericht nicht erkennt, ist die Tatsache, dass in der Schule die „Single Source of Information“ schon lange weg ist. Die heutigen Schüler spielen virtuell mit Kameraden weltweit im Internet, suchen sich neue Informationen zuhause auf Webseiten von geolino.de oder lernen spielend auf toggolino-clever.de. Aber alles ungeführt und von vielen Lehrern kaum oder gar nicht begleitet. UND nicht alle können leider zuhause surfen. Es entsteht eine Zweiklassengesellschaft, von solchen mit Zugang zu Informationen, sprich Internet, und solchen, die ihn nicht haben.

Ich begrüsse die Thematisierung der Technologie in der Schule durch die CVP. Und zwar nicht nur aus Eigeninteresse heraus (der Schweizermarkt ist weniger als 10% unseres Umsatzes). In der Schweizer Bildungslandschaft, mit ihrem Föderalismus und staatlicher Lenke, hat eben gerade der Staat, und damit die Politik, die Pflicht, den Takt bezüglich des Einsatzes neuer Lehrmedien und Technologien in den Schulen stark vorzugeben. Ich wünschte mir, dass diese Pflicht von allen viel ernster genommen würde.

In der Schule von heute geht es also nicht nur um Lesen und Schreiben lernen. Es geht auch nicht um Gratisgerätchen. Es geht darum, dass die Schulen stärker gezwungen werden, Technologie im Unterricht gezielt und wissend (heisst für mich ausgebildet) einzusetzen. Das Resultat sind Kinder, die lernen, die verfügbaren Technologien zum Lernen richtig einzusetzen, und viel wichtiger noch, die motiviert werden, Neues zu erforschen, beispielsweise im Internet oder in Wikipedia. Und dies vom Kindergarten an.