Techcrunch Party 2007

Hier sind die exklusiven Bilder der Techcrunch Party 2007
[kyte.tv 2915]

Siehe auch den neuen Multimedia Chat von kyte – extrem cool!

Advertisements

Mein iPhone

Nun da habe ich also vor einigen Wochen auf Mac gewechselt und habe den Wechsel bisher keine Minute bereut. Im Gegenteil. Mit einigen Tipps von Maks bin ich nun auch mit zwei weiteren coolen Tools bedient: Virtue Desktops und Quicksilver. zwei wirklich hilfreiche Tools. Das Ganze habe ich natürlich nicht ganze ohne Voraussicht gemacht: Wegen dem iPhone.
indexphp.jpg

Nun habe ich diese Woche mein iPhone erstanden. Und ich kann nur sagen WOW!
Die User Experience ist unbeschreiblich. Die Integration mit iTunes genial.

Natürlich hat das iPhone noch etliche Limiten. Die Funktionen sind zum Teil noch sehr geschlossen und nicht umfassend wie bei einem N95. Aber es wird den Handy Markt neu aufmischen, da bin ich mir ganz sicher. Ich habe diese Woche viel mit Rob Trice (Partner bei Nokia Growth Partners) diskutiert. Und er hat das iPhone richtig positioniert: Die Komponenten waren alle schon lange da – nur hat es noch niemand gewagt sie alle zu einem Telefon zusammen zu fügen!
index-1php.jpg

Ich denke, dass Apple bei der Entwicklung einfach bei einer Entwicklungs-Iteration die weitere Entwicklung gestoppt hat um das Telefon rechtzeitig heraus zu bringen. Denn es sind einige wichtige Funktionen noch nicht richtig integriert. Die Kritik der geschlossenen Plattform ist sicherlich richtig. Aber ich denke, dass sich auch da in einiger Zeit sich was tun wird. Des geniale an diesem Telefon ist, dass die Software jederzeit aktualisiert werden kann.

Die Bedienung kann man gar nicht richtig beschreiben. Man muss das schon einfach mal gefühlt haben. Und viele Entwicklungsmöglichkeiten sind erst angedeutet. Ich bin ein richtiger Fan des neuen iPhone geworden – auch wenn es in Sachen Funktionalität noch einiges zu ergänzen gibt. Das wird aber mit Sicherheit geschehen. Wer erinnert sich nicht auch noch an den ersten iPod. Wenn man da die Entwicklung vergleicht…

Social Network goes Mobile I

snc_01.gif
Diese Woche ist San Francisco angesagt. Nach einigen tollen Sessions bei kyte (Neuer Release – kommt noch ein separater beitrag von mir) ging heute nun die Social Network Mobile Conference los. Darüber möchte ich einiges berichten, denn ich bin ja seit einiger Zeit an der Integration der mobilen Welt in Social Networks interessiert.

Die erste gute Session war heute morgen von Piczo und videoegg.
Das Thema und da sind wir hier schon direkt im Problem: Wie bringe ich meine User dazu überhaupt eine Applikation auf dem Handy zu nutzen. Der Weg dazu ist heute einfach zu lang und ein zu brutaler Wechsel in der Gewohnheit der Nutzer.

Die Bebo Strategie dazu ist Zug und Zug: Zuerst sende ich den User zum SMS, danach bringe ich ihn zu WAP. Danach wird der User feststellen, dass die WAP Applikation zu langsam ist und bringt ihn dann dazu die Applikation zu downloaden. Gmail ist dazu das beste Beispiel. Zudem hat jede Technologie ihren eigenen Use-Case.

Danach hat Jeremy Verba (CEO von Piczo) aufgezeigt, wo die Probleme der Monetarisierung liegen. Zum einen sind die Technologien noch nicht verfügbar, die eine entsprechende Distribution von Werbeformaten ermöglichen. Zudem sind noch keine Standardwerbeformate geboren und der wichtigste Punkt ist, dass die Werbeindustrie sich über die Möglichkeiten dieser Werbeformen noch gar keine Gedanken gemacht hat bzw. wenig Kenntnisse bestehen.

Meine Zusammenfassung ist:
Video und Mobile sind noch sehr früh bezüglich Monetarisierung
Die Wertschöpfungskette ist noch sehr fragmentiert
Die Aktionen, die gemacht werden sind noch sehr experimentell
Es ist noch sehr schwierig zu verkaufen

Ich glaube, dass die Geräte, also die neuen N95 oder iPhone etc. sehr viel zu dieser Entwicklung beitragen werden. Das heisst die Geräte bringen den User dazu, neue Dienste und mehr mobile Video Kommunikation zu nutzen. Dadurch wird auch die Verteilung von Werbung besser möglich. Ob aber die konventionelle Werbung wie wir sie vom Fernsehen oder Internet her kennen, das wirklich grosse Ding für das Handy sind bezweifle ich.

Oh God my Mom joint Facebook

Lautet die hysterische Meldung von der Teenager Generation. Und die Angst ist berechtigt. Wie lange kann sich Facebook als Studenten, Schüler oder Jugend-Netzwerk profilieren.

Mit der Öffnung hin zu einem generellen Netzwerk mit Subnetzen ist aus meiner Sicht eine Balanceakt.Die Verwässerung der Positionierung hin zu dem allerwelts-Netzwerk mit tausenden von Applikationen, könnte nicht nur die eingefleischten Nutzer beängstigen.

Ich bin der Meinung, dass unbegrenzte Öffnung von Netzwerken problematisch ist. Was macht studiVZ so betörend und so sticky? Warum kommunizieren mittlerweile mehr als 800’000 Schüler wie blöd über schuelerVZ? Warum sind Xing Nutzer so an die Plattform gebunden? Aus meiner Sicht ist die Antwort ganz einfach: Hauptsächlich weil die Positionierung des Netzwerkes einen gemeinsamen Nenner schafft, eine Art Gruppenidentifikation, das heisst Ausdrucksform einer Person. Dies ist aber nur in einem klar abgrenzbaren Rahmen möglich. So sind zum Beispiel viele studiVZ Benutzer klar der Meinung, dass nur Studenten auf der Plattform zugelassen werden sollen. Fake Profile werden sofort denunziert – von der Gemeinschaft selbst. Das heisst dann auch Netzwerk ist Gemeinschaft oder Gesellschaft! Falls diese Identität bricht orientiert sich der Nutzer neu und dies könnte zum Wechsel zur nächsten Gemeinschaft führen. Dabei werden Profile nicht gelöscht sondern die Aktivität und Kommunikation wechselt zum anderen, neuen Netzwerk.

Deshalb bin ich so angetan von den klar ausgerichteten Netzwerken mit entsprechende starker und ausgeprägter Relevanz für den Benutzer.

Gewinnen! Oder Verhandlungen richtig führen.

Ich weiss, ich habe dazu schon einige Posts gemacht. Ich habe aber gerade diese Woche wieder in einigen Fällen sehr negative Erfahrungen gemacht – grobe Fehler bei wichtigen Vertragsverhandlungen miterlebt und möchte deshalb hier ein paar Tipps abgeben:

1. Vorbereitung ist Alles!
Der wichtigste Punkt vorab: Vorbereitung. Wer unvorbereitet in eine Verhandlung einsteigt, der hat eigentlich schon nachgegeben (verloren). Je wichtiger die Verhandlung umso wichtiger die Vorbereitung.

2. Liste der Verhandlungspunkte machen
Welches sind die wichtigen Punkte, die verhandelt werden sollen. Danach die verschiedenen Punkte nach Prioritäten für die Zielerreichung bewerten. Maximal 3-5 top Prioritäten festlegen alle anderen Punkte in zweiter oder „nice-to-have“ Priorität versehen.

3. Anker pro Verhandlungspunkt setzen
Pro Verhandlungspunkt festlegen, wo die linke (untere) und rechte (obere) Begrenzung liegt. Festlegen, wo steigt man in die Verhandlung des Punktes ein und wo ist das Limit, bis wo man entgegen gehen will. (Merke: Wichtiger Unterschied: Entgegen gehen oder kommen? „Gehen“ ist aktiv – „Kommen“ ist passiv eventuell sogar unterwürfig!)

4. Verhandlungstaktik festlegen

Nun kommt der wichtigste Punkte: Die Verhandlungstaktik. Also in welcher Reihenfolge, die Verhandlungspunkte abgearbeitet werden. Legen sie sich dazu ein Ablaufszenario zurecht. Zuerst einen unwichtigen Punkt (Aufwärmphase). Danach einen wichtigen Punkt aus der Priorität 1 und dort sich unbedingt Durchsetzen in eigener Ankerzone. Danach ein oder zwei unwichtigere Punkte und dort allenfalls eher an die Grenze des Ankers gehen, also dem Gegenüber entgegen gehen oder gewisse Erfolge zu billigen. Danach wieder einen wichtigen Punkt gewinnen.

Achtung: Falls man in einem Prio 1 Punkt in der Verhandlung nicht in der eigenen Ankerzone ist, nicht locker lassen, allenfalls den Punkt als offen deklarieren und einen unwichtigeren Punkt aufnehmen – da den Gegener „gewinnen“ lassen und entsprechend den eigenen wichtigen Punkt mit entsprechendem Gewicht wieder aufnehmen.

Wenn man eine Verhandlung auch als Kampf ansieht – rein theoretisch natürlich – so ist eine alte Weisheit, dass wer über seinen Gegner und seine Absichten viel weiss, immer im Vorteil ist. Das heisst, dass man vor aber auch während den Verhandlungen erkennen muss, was dem Gegenüber wichtige Punkte sind, so kann ich bei diesen seinen wichtigen Punkten entsprechend reagieren. Dies wiederum verleiht mir in meinen Punkten wieder Vorteile.

Wer Verhandlungen so gut vorbereitet „gewinnt“ die wichtigen Punkte und damit Verhandlungen. Und Achtung: Bei Verhandlungen setzt man entweder seine eigenen Punkte in der eigenen Ankerzone durch oder man akzeptiert die seines Gegners. Das Zweite ist immer der einfachere Weg und oft tendieren wir (die Mehrheit) ganz automatisch den ersten gesetzten Anker zu akzeptieren. Oder wer hat schon einmal beim dritten Einkauf im Sportladen einen Preisnachlass gefordert?

Bin ich schon Mac oder was?

Nun also mein Bericht – der Bericht eines Konvertierten – oder doch noch nicht?
indextop20070320.jpg
Nun beginnen wir von ganz vorne. Ich habe also vor 2 Wochen diese braune Schachtel gekriegt. Eigentlich nichts Spektakuläres könnte man meinen. Aber dann! Man öffnet diese Schachtel und raus kommt dieser tolle weisse Tragkoffer. Mein Gefühl sagte mir sofort: Du hast das richtige gemacht.
Einschub: Haben wir nicht im Marketing erste Lektion gelernt, dass das Produkt nur so gut ist, wie seine Verpackung? Bin schnell zurück gegangen in meinen Keller, wo ich alle diese Originalschachteln aufbewahrt habe. Vaio, HP und IBM. Alles traurige Beispiele von Verpackungen. Die schlimmste kommt von Sony, die auf dem braunen Karton versucht haben noch etwas aufzudrucken, dass aber so scheusslich ist, dass man das Ding wenig motivierend auspackt. Warum nur, kann das nur Apple so gut? Vielleicht wegen der Firmenkultur?

Also: Ich packe den MacBook aus. Dazu gibt es ja schon tausende von Blogbeiträgen. Es stimmt einfach alles. Sogar die vielen Plastiksäcklein mit den verschiedenen Kabeln sind intelligent gemacht und lassen sich ganz einfach öffnen.

Nun das erste Aufstarten funktioniert auch toll. Konfiguration und Internet gehen einfach. Microsoft Office installiert und die ersten Gehversuche auch. Danach schliesse ich das Gerät im Geschäft an meine Umgebung an. Mein grosser Monitor funktioniert auf Anhieb. Dort wo der Vaio immer so Schwierigkeiten machte, hat der Mac klar die Nase vorn. Auch die Einstellungen des Monitors sind viel besser gemacht. Ich fühle mich immer wohler.

Dann der Rückschlag! Ich versuche meinen neuen Printer HP3600n zu installieren. Und scheitere kläglich. Aber aus bisheriger Sicht liegt es nicht am Mac sondern am HP Installationsprozedere. Ich muss aber dringend drucken. Al.so was tun? OK – wieder zurück zum Vaio. Dort kann ich die CD des neuen Druckers nicht mal öffnen, weil er nach Internet Explorer grösser 5.0 verlangt – und ich habe ja nur die Version 7.0 von Vista!!!

Nach gut 2-3h Suchen und Grübeln und Clicken, vertage ich zähneknirschend das ganze Drucken, bis mein Mac Supporter kommt! Adrian und „Bonjour“ sei dank!

Als nächstes installiere ich Skype, Plazes und andere nützliche Tools. Und da sieht man, dass diese Versionen speziell für den Mac toll integriert wurden.

Also Fazit 1: Die ersten Gehversuche sind gelungen. Trotz einigen Problemen mit dem Drucker, ist mein erster Eindruck durchaus positiv. Aber noch bin ich nicht total infiziert. Noch ist der Vaio mein primärer Begleiter. Aber nächste Woche möchte ich wechseln. Dann kommt mein Baby zum erstenmal mit mir auf Reisen 😉 Mal schauen wie weit wir kommen.

Dein täglich neues Social Network…

Ich glaube, ich habe dies hier schon einmal geschrieben – und es hat sich nichts daran geändert. Ich erhalte pro Woche mindestens 2-3 neue Social Network Konzepte oder Ideen. Von Meta-Social-Networks über das Web 3.0 Social Network bis zum 324igsten MySpace Clone. Wenn ich dann Frage, wie solche „neuen“ Netzwerke denn in der heutigen „übernetzten“ Userlandschaft erfolgreich sein sollen, da bekomme ich unterschiedliche Antworten:

  • Das Netzwerk ist cool und einzigartig
  • Wir werden Guerillia Marketing machen
  • Der User hat ein ganz neues Erlebnis

und vieles mehr. Auch erfahre ich immer noch, dass es viel Potential gibt und das es immer noch viele Leute gibt, die nicht in einem Netzwerk registriert sind.

Und tatsächlich: Es gibt sie immer noch! Phänomenal wachsende Seiten. Dahinter steckt aber immer ein Gesamtpacket das stimmt. Adressierung des Zielmarktes ist richtig, das Produkt erfüllt oder übertrifft die Erwartungen, die User finden das Angebot und die Umgebung stimmig und empfehlen sie weiter. Dazu gehört die nötige Portion Passion, Ehrgeiz und Tatkraft einen solchen Aufbau zu stemmen! Und es braucht das klare Konzept eine Community auch wirklich selbst aufzubauen. Und das ist Knochenarbeit.

Gerade hat eine Studie gezeigt, dass immer noch mehr als 50% der Deutschen nicht wissen, was Web2.0 ist oder ein Social Network ist. Gerade mal knapp 10% sind in einem Social Network registriert. Und trotzdem: Für ein gutes und erfolgreiches Social Network muss ALLES stimmen. Denn was ist schlussendlich ein erfolgreiches SN? Oft sind die Macher stolz, dass sich 30 oder 40ig Tausend registriert haben. Aber das reicht nicht. 300’000 oder 500’000 schon besser. Ab einer Million geht das ganze langsam in die richtige Richtung. Denn die Monetarisierung einer Community kann sehr aufwendig sein. Vor allem wenn zunehmend die Sieger einer Kategorie die Hauptwerbebatzen abräumen.

Apropos Social Network: Ich hätt da noch eine Idee aus den USA:

Mizpee Launches Toilet-finder For Your Cell Phone

mizpee.png

via Martin van Os