Crossing the Chasm

SwissStartups.com hat einen guten Beitrag über „Crossing the Chasm“ von Geoffrey Morre geschrieben. Darin wird die Frage gestellt, ob den die Theorie bzw. die Markteinführung einer neuen Technologie, eines Produktes oder einer Dienstleistung im Zeitalter von Internet immer noch eine Bedeutung hat. Und wie! Ich bin der Meinung, dass es gerade heute umso wichtiger ist, zu unterscheiden, zu welcher Zeit man welcher Zielgruppe welche Botschaften eines neuen Produktes zukommen lässt. Dabei ist es unterlässlich, auch einmal NEIN zu Interessenten zu sagen die ausserhalb des jeweiligen Zielsegments liegen und sich damit auf eine bestimmte Teilmarkt zu fokussieren.

Oftmals wird zu früh in die Breite des Marktes gegangen. Gerade mit der Verfügbarkeit von Informationen für alle durch das Internet, ist eine genaue und konsequente Ausrichtung unerlässlich. Zudem sind gerade bei der Lancierung einer neuen Technologie auch die ersten Kunden als Early Adopter zu betrachten. Das heisst, das der Feedback von diesen Kunden von Visionären, Geeks und Nerds kommt, die jede neue Technologie sofort aufsaugen und für ihre ganz gezielten Zwecke angepasst haben wollen. Dies Gruppe muss sehr sorgfältig betreut werden, sonst endet eine Technolgoie auf dem Scheiterhaufen der Individualisierung oder Projektorientierung.

PS: Wie kann man die verschiedenen Gruppen Segmentieren: Ein Visionär (Early Adopter) sieht den Nutzen mit geschlossenen Augen – Ein Pragmatiker (Late Majority) muss den Nutzen mit den Augen sehen können!

Alte Medien – Neue Medien

…oder wie sich ein traditionelles Medienunternehmen innovativ, mutig und aktiv mit den neuen Herausforderungen auseinandersetzt: Die Holtzbrinck Gruppe! Für mich in diesem Bereich ein Vorzeigeunternehmen. Während viele andere traditionelle Medienunternehmen immer noch satte Gewinne einfahren und sich eher ungewollt mit den neuen Trends wie Internet, Blog und Web 2.0 auseinander setzen müssen, setzt Holtzbrinck sehr gezielt und sehr geplant auf genau diese neuen Trends. Dass dies nicht nur leere Versprechungen sind, sondern echte Pläne sind, die konsequent umgesetzt werden, zeigt auch das Interview in der Süddeutschen Zeitung. Und dass die Gruppe bereits in 2011 25% des Umsatzes genau aus diesen neuen Bereichen erzielen will, zeigt auch wie agressiv und zielstrebig agiert wird.

Mehr zum Thema und das ganze Interview hier.

Ich bin geneigt zu sagen, dass die Holtzbrinck Gruppe einen bereits erheblichen Vorsprung vor der Konkurrenz herausgearbeitet hat. Ob das andere ihnen gleich tun werden?

Rekordsummen?

Ich habe heute diesen Artikel aus „Der Zeit“ entdeckt. Eigentlich gut recherchiert, versucht er darzustellen, warum heute sehr viel Geld für Social Networks mit grosser Reichweite bezahlt werden. Wir hatten hier ja schon sehr lebhafte Diskussionen über Sinn und Unsinn von Bewertungen von Social Networks. Der Artikel versucht ein weiteres Mal einen Ansatz.zeit-grafik.jpg

Wichtig scheint mir zu erkennen, dass nicht alle Netzwerke einfach viel Wert sind. Wie der Artikel auch ausdrückt, werden schlussendlich nur diejenigen an Wert zulegen (rechtfertigen) können, die sowohl eine hohe Nutzermenge sowie auch eine hohe Nutzungsrate haben. Daraus leiten sich auch die möglichen Werbeeinnahmen ab.

Ich bin fest überzeugt, dass gerade die heutigen Leader und vielleicht auch einige Newcomer in Zukunft noch enorm an Wert zulegen können. Dies bestätigen viele Gespräche, auch mit Werbetreibenden, in verschiedenen Bereichen. Nicht zu vergessen ist auch, dass viele traditionelle Medienhäuser einen enormen Nachholbedarf diesbezüglich haben. Dies alleine wird die Werte weiter nach oben treiben.

Hier geht’s zum interessanten Artikel 

Ich verstehe nur Chinesisch

Ich bin jedesmal tief beeindruckt wenn unser Country Manager in China, Olivier Bloch, mir mir durch China reist und allen Chinesen in fliessendem Chinesisch erklärt was wir essen oder trinken wollen oder wo hinfahren müssen. Dies geschieht in einer Leichtigkeit, dass ich nur Staunen muss. Denn ich kann zwar nicht Italienisch sprechen, aber ich verstehe was ein Italiener mir ungefähr sagen will. Gleich geht es mir bei Spanisch. Aber bei Chinesisch ist einfach Schluss: Keine Chance auch nur ein Wort zu verstehen oder auch nur die Gestik zu interpretieren.

Wir waren bei dem grossen Treffen mit dem Leiter des Ministry of Education in Beijing. Dieses Institut entwickelt die Richtlinien, nach denen die Schulen im ganzen Land didaktische Hilfsmittel beschaffen. Wie wichtig ist das? 200 Millionen Schüler lernen nach einem zentral vorgegebenen Schulstoff. Na ja, das ist schon was. Nun wir wollen ja mit unseren Produkten (vor allem mit SpeedLingua) in ein gezieltes Marktsegment eintauchen (und hoffentlich gut schwimmen können). Das ist gerade bei einem so riesigen Markt umso wichtiger: Fokus, Fokus, Fokus! Und die Gelegenheiten wären riesig: Alleine die Ausländer die nach China kommen um Chinesisch zu lernen sind mittlerweile jährlich über 140’000 Studenten. Als einer der wenigen ausländischen Firmen, haben wir durch das Ministerium einen sehr guten Zugang zu einem Teil des Marktes erhalten. Nun müssen wir dies aber auch in Verkäufe umsetzen. Und da wartet noch ein ganzes Stück Arbeit auf die Crew hier in Beijing.