Live vom Mobile Business Forum in Bern

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Heute findet das Mobile Business Forum in Bern statt. Ich habe da natürlich kyte präsentiert und die Besucher animiert Fotos auf den speziell eingerichteten Kanal zu posten. Bei den anschliessenden Gesprächen ist ein grosses Thema immer wieder präsent: FLAT RATE (nein nicht Flat TAX!). Viele der Besucher, die selbst Lösungen anbieten oder einbinden wollen, sind an einer weiteren und breiteren Verbreitung gestört, da es für mobile Datendienste keine Flat Rates zur Verfügung stehen.

Aus meiner Sicht ist dies ein enormes Hindernis für die Verbreitung von weitergehenden Diensten auf dem Handy. Bei kyte ist man natürlich sehr an solchen Flate Rates interessiert. Dazu haben wir auch entsprechende Verhandlungen bereits aufgenommen. Uns unterstützt natürlich Swisscom damit, das kyte im Moment noch gratis gebraucht werden kann – also keine Gebühren anfallen. In Deutschland sieht die Situation besser aus. Da sind viele neue Flate Rates in der Pipeline – sowohl von den grossen Anbietern wie auch von neuen MVNO Anbietern.

Der Druck hier in der Schweiz wird also wachsen – auch durch das iPhone, dass Daten-Flate-Rate erfordert.

Mehr Infos zu dem Forum: hier

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Was machst Du? Und was mach ich?

 

Wieviel Struktur braucht ein Startup?

Dieses Thema hat mich in den letzten Monaten in verschiedenen Unternehmen beschäftigt. Natürlich kann man das Thema nicht einfach in einem kurzen Blogbeitrag abhandeln. Trotzdem möchte ich einen kurzen Versuch machen:

 

 

Was macht die Stärke bei einem Startup aus? FLEXIBILITÄT!

 

Kleines Team, jeder macht alles: Alle ziehen am gleichen Strick. Kommunikationswege sind kurz, Entscheidungen schnell von den Gründern direkt getroffen und kommuniziert.

 

 

Nun was geschieht aber, wenn das Unternehmen rasch wächst und das Team damit unübersichtlicher wird? Bereits bei einer Grösse von 20 – 30 Mitarbeitern sind plötzlich Teams zu bilden, Verantwortlichkeiten und Ziele festzulegen. Damit tun sich Gründer oft und junge Mitarbeiter erst recht schwer. Alles ging so easy als das Team noch klein war. Jeder trug Verantwortung, jeder konnte mitgestalten. Nun plötzlich sind neue Leute da, es kann nicht mehr jeder, überall mitmachen, sondern muss sich um eigene Gebiete kümmern. Die Gründer müssen gleichzeitig lernen, Verantwortung abzutreten und Vertrauen in die Mitarbeiter zu haben, dass diese ihren Job auch richtig, im Sinne der Unternehmensziele machen.

Dies alles sind nicht einfache Schritte. Es braucht dazu viel Disziplin und Aufmerksamkeit des Managements. Denn, eine rasch wachsende Unternehmung, organisiert sich nicht automatisch von selbst. Nein im Gegenteil, es braucht den klaren Willen der Gründer, welchen Grad an Organisation dem Unternehmen verordnet werden soll.

 

 

Entwicklungsprozess als Kernelement der Organisation

Neben interner Kommunikation, Aufbauorganisation und Sitzungswesen etc. habe ich festgestellt, dass vor allem in Softwareunternehmen, aber noch mehr bei Internet Unternehmen, der Entwicklungsprozess ein Kernelement der Organisation ist. Nicht nur hängen Qualität und strategische Weiterentwicklung von Produkten oder Plattformen stark von der Effizienz dieses Prozesses ab, sondern vor allem auch der Frustrationslevel der MitarbeiterInnen. Oft habe ich festgestellt, dass beim raschen wachsen von solchen Firmen, ein Graben zwischen Marketing/Verkauf und Entwicklung entsteht. Beidseits des Grabens werden Erwartungen nicht erfüllt, schlecht oder ungenügend kommuniziert, und wenn überhaupt, dann aneinander vorbei geredet. Dabei würde ein gut organisierter und durchgehender Entwicklungsprozess viel zur gemeinsamen Ausrichtung und Effizienzsteigerung beitragen. Aber wo beginnen und wie?

 

 

Ich habe bei verschiedenen Firmen hautnah erlebt, wie solche Prozesse gestaltet und eingeführt wurden. Zuletzt bei GenevaLogic nach der Vorgabe von RUP (Rational Unified Process). Dabei haben wir ganz einfach RUP als Leitfaden verstanden, den wir einfach haargenau auf unsere spezifischen Bedürfnisse angepasst haben. Bei der Gestaltung haben wir zwar alle Bereich miteinbezogen, aber schlussendlich hat der Projektleiter, Christian Räber, vor allem das Projekt so stark getrieben und so viel als Vorschläge vordefiniert, dass schlussendlich alle gefolgt sind. Hartnäckig und beharrlich hat er den Prozess eingeführt. Auch wenn er heute nicht mehr so ganz genau gelebt wird, wie er ursprünglich definiert wurde, so hat der gesamte Entwicklungsprozess GenevaLogic enorm effizienter und berechenbarer gemacht. Hatten wir früher oft Verspätungen bei Software Releases oder Qualitätsprobleme, so sind die Resultate heute um Faktoren besser. Zudem sind alle im Unternehmen weitesgehend informiert, was in der Entwicklung passiert und können auch entsprechend miteinbezogen werden.

 

Ich starte nächste Woche in einem Internetunternehmen, dass in den letzten Monaten enorm gewachsen ist ein ähnliches Projekt. Mal schauen wie sich da die Strukturierungen auswirken werden. Dabei ist mir auch bewusst, dass es gerade bei einem solch jungen Unternehmen auch gilt, die Balance zwischen Organisation und kreativem Chaos zu halten.

 

 

Ich habe aus diesem Grund einen neuen Tag in meinem Blog geschaffen „Organisation“. Ich werde von den Erkenntnissen des Projektes weiter berichten.

kyte – einfach grandios!

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Ich gebs zu, als mir vor gut einem Jahr Daniel Graf seine Idee vom „decentral.tv“ vorstellte, hatte ich so meine Zweifel. Aus decentral.tv ist kyte entstanden und Daniel Graf hat es geschafft aus einer bestehenden Idee eine neue (aus meiner Sicht) noch viel stärkere Idee zu entwickeln – TV für jedermann/frau! Wer aus einer ersten Idee seine Vision und Strategie laufend an neue Gegebenheiten und Möglichkeiten anpasst: Das sind in meinen Augen die wirklichen Unternehmer – und Daniel Graf ist so einer.

Was ist kyte? Kurz gesagt – TV out of the box. Mit kyte kann jeder seinen eigenen TV Sender eröffnen und in seinen Webseiten auf MySpace oder Blogs integrieren. Fernseh-shows können sowohl mit Bildern, Videos, Slides oder mit dem Handy produziert werden. Zudem bietet der Mobile Client die Möglichkeit gleich Online mit den Zuschauern zu chatten.

Kyte ist im Moment noch Closed-Beta, wird aber schon bald offiziell gelauncht. Ich habe seit Jahren kein so innovatives und virales Modell gesehen. Ich bin sehr überzeugt, dass kyte schon bald sehr gross sein wird. Das Team dahinter und das breit abgestützte Aktionariat sind einfach toll.

Ich freue mich, dass ich kyte hier in Europa unterstützen kann, damit schon bald alle auf ihren Webseiten statt one-time Videos kyte Fernseher installieren.

 

Achtung: Wer noch vor dem offiziellen Launch gerne vorab registrieren möchte, kaufe bitte das nächste Facts – dort gibt es exklusiv 100 Zugangs-Codes zur Closed-Beta!

Cannes die 2te

Kurzer Rückblick des ersten Tages (Montag) Venture Market Europe 2007 in Cannes:         vme_low_res.gif

Ich hatte tolle Treffen mit tollen start-ups. Die haben mich am meisten beeindruckt:

Plazes

Die haben nämlich den Red Herring Award gewonnen!!! 😉

WAYN (Where are you now)

Social Network für Reiselustige. Wächst mit ca. 10 – 15’000 Nutzern am Tag und hat mehr als 8 Mio. Benutzer. Interessanterweise hat die Seite ein Subscription Modell. Ich habe ein ähnliches Konzept angeschaut, dass in die gleiche Richtung geht und wir haben uns immer gefragt, wie gross wohl die Conversion Rate sein würde für paying users: bei WAYN ist sie bei ca. 3-4%!!! Also noch sehr wenig. Trotzdem ist die Firma Cash-positive und auch sonst sehr gut unterwegs. Warum? Weil sie eben nicht nur Subscription machen, sondern auch dediziert Werbung und Partnerchaften eingehen, mit einem entsprechenden Revenue Share. Ich finde das richtig und wird sicherlich die Conversion Rate nicht negativ beeinflussen.

sMeet

Social Network Technologie – oder sollte man sagen Social Communication Technologie. Für mich etwas vom innovativsten, was ich in den letzten Monaten überhaupt gesehen habe! Ein völlig neuer Ansatz, mit der Nutzung von bestehenden und akzeptierten Kommunikationsmitteln, kombiniert mit neusten „Second Life“ Ansätzen. Die Technologie eröffnet ungeahnte Möglichkeiten zum Einsatz: Social Networks, Business Meetings oder Diskussionsforen für Kunden. Am Schluss sass ich also ganz beeindruckt in meinem Stuhl und habe mich gefragt, wie wohl die Akzeptanz der User sein wird. Wird es so sein wie bei Second Life – viele Anmeldungen aber wenige WiederkehrerInnen? Ich befürchte es. smeet ist der Zeit voraus – vielleicht noch zu weit voraus (oder bin ich zu alt?). Auf alle Fälle eine ganz tolle Geschichte – einmal mehr aus Deutschland!

realeyes3d

Cooles Add-on für das Handy. Mit Bewegungen des Handys kann man das User Interface auf dem Handy steuern. Zoomen oder Cursor bewegen. Sieht enorm beeindruckend aus. Zudem hat die Firma ein Applikation zum Fotografieren und übersenden von Dokumenten entwickelt, die danach übers Web ganz einfach ge-shared werden können. Also beispielsweise – Vertragsverhandlung – Änderungen per Hand einfügen – Handy Fotografie und ab übers Netz zu den Geschäftspartnern… oder so! Die Applikation heisst qipit (Cooler Name!).

Truphone

Kannte ich schon, wollte aber einen Update. Nun die Präsentation war, gelinde gesagt, langweilig und brachte auch nicht wirklich was Neues. Ich bin immer noch mehr als skeptisch ob das wirklich funktionieren wird – zumindest in dem angestrebten Zeitraum.

IndependentIP

Hatte auch noch eine längere Präsentation mit Martin Tjho von IndependentIP über FUGA. Das ist eigentlich eine Art Supply Chain Management Web ERP Applikation für die Musik Industrie. Ganz toll gelöst und wirklich auf den ersten Blick gut umgesetzt. Ich spreche da aus Erfahrung, da ich mal sowas bei BMG in der Schweiz eingeführt habe… Mit der Software können kleinere Labels und Verwerter alle ihre Vertriebskanäle automatisiert abrechenen und überwachen. Eine tolle Idee gut umgesetzt. Werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen. Ist einmal nicht ein B2C Case wie sonst üblich.

Und dann wären da noch, Zupka, ZYB, Garlik, pixsta, Q-go und Wazap… aber eben, man kann an einem solchen Event nicht alles haben (sprich treffen).

Vor allem sind aber solche Anlässe ja auch viel Networking und man lernt neue Leute kennen. Konnte mich endlich auch mal mit Trigami Mann Remo Uherek unterhalten. Freue mich auch da auf einen Follow-up.  Also alles in allem ein gelungener Anlass – zumindest für mich. Man muss ja auch immer, dass für sich persönlich wichtige aus so einem Kongress ziehen. Nur small-talken den ganzen Tag, wäre einfach zu einschläfernd und viel zu langweilig.

Crossing the Chasm

SwissStartups.com hat einen guten Beitrag über „Crossing the Chasm“ von Geoffrey Morre geschrieben. Darin wird die Frage gestellt, ob den die Theorie bzw. die Markteinführung einer neuen Technologie, eines Produktes oder einer Dienstleistung im Zeitalter von Internet immer noch eine Bedeutung hat. Und wie! Ich bin der Meinung, dass es gerade heute umso wichtiger ist, zu unterscheiden, zu welcher Zeit man welcher Zielgruppe welche Botschaften eines neuen Produktes zukommen lässt. Dabei ist es unterlässlich, auch einmal NEIN zu Interessenten zu sagen die ausserhalb des jeweiligen Zielsegments liegen und sich damit auf eine bestimmte Teilmarkt zu fokussieren.

Oftmals wird zu früh in die Breite des Marktes gegangen. Gerade mit der Verfügbarkeit von Informationen für alle durch das Internet, ist eine genaue und konsequente Ausrichtung unerlässlich. Zudem sind gerade bei der Lancierung einer neuen Technologie auch die ersten Kunden als Early Adopter zu betrachten. Das heisst, das der Feedback von diesen Kunden von Visionären, Geeks und Nerds kommt, die jede neue Technologie sofort aufsaugen und für ihre ganz gezielten Zwecke angepasst haben wollen. Dies Gruppe muss sehr sorgfältig betreut werden, sonst endet eine Technolgoie auf dem Scheiterhaufen der Individualisierung oder Projektorientierung.

PS: Wie kann man die verschiedenen Gruppen Segmentieren: Ein Visionär (Early Adopter) sieht den Nutzen mit geschlossenen Augen – Ein Pragmatiker (Late Majority) muss den Nutzen mit den Augen sehen können!

HitFlip, Battle-Out und alaTest

Letzten Freitag hatte ich die Gelegenheit anlässlich der Präsentationen am b-2-v Anlass in St.Gallen vielversprechende Unternehmen kennenzulernen. Neben den reinen Konzepten ist an einem solchen Anlass auch die Präsentation enorm wichtig. Gerade hier trennt sich oftmals die Spreu vom Weizen. Innerhalb von 10 Minuten genau zu erklären, wie ein Geschäft funktioniert, wie man es aufbauen will und wie man vor allem wieviel Geld verdient, muss gut vorbereitet sein. Interessant für mich, ist immer wieder auch die Leute zu beobachten, die präsentieren.

Besonders gefallen hat mir insgesamt das Unternehmen Hitflip, eine Tauschplattform für DVD und andere Medien. Die Plattform hat bereits einen beachtlichen Traffic und auch eine kritische Grösse für die Tauschmöglichkeit erreicht. Und dies natürlich wie immer ohne grosse Werbung.

Sehr viral und innovativ ist auch Battle-Out. Auf dieser Plattform können sich (wahrscheinlich vor allem Jungs) gegenseitig messen. Die Viralität wird stark angeheizt, durch das Einladen von Freunden für den eigenen Auftritt zu „voten“. Das könnte wirklich interessant sein. Hier bin ich gespannt, wie sich dieses Konzept im Markt entwickeln kann.

Neuer Dienst aus Deutschland – webcode.de

webcode.de stellt in einer neuen Web 2.0 Applikation die Möglichkeit zur Verfügung, freien Text im Internet einfach einzugeben und abzustellen. Danach wird einem ein Code zugestellt oder angezeigt, über den man den Text wieder abrufen kann. Interessante Anwendung – sicherlich noch sehr einfach – man könnte aber einiges daraus machen… Ist spannend wie sich das Projekt entwickeln wird. Werde das auf alle Fälle beobachten.

webcode.de