Warum sind uns die USA bezüglich Software überlegen?

In new York angekommen, habe ich heute Morgen über einen Beitrag nachgedacht:

Ich habe bereits in den 90er Jahren mal einen Vortrag über dieses Thema gehalten und im Rahmen eines Beitrages von Bruno Bucher im STARTUP Forum auf openBC/Xing bin ich wieder mit dem Thema konfrontiert worden. Warum ist eigentlich die USA in Bezug auf Software immer noch weltweit führend?

Ich hatte damals eine Arbeit von Prof. Erran Carmel von der American University in Washington DC herangezogen. Eine interessante These war damals der Umgang mit immateriellen Gütern und wie diese finanziert und produziert werden. Er hatte in seinem Aufsatz dazu sehr schön aufgezeigt, welche enorme Erfahrung die USA von der Filmindustrie in diesem Gebiet nutzen konnten. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass die „Produktion“ von Software kein normaler Industrieprozess ist und deshalb enorme kulturelle Unterschiede bestehen zwischen der Produktion von Maschinen und der Produktion von Software.

Erran Carmel hat seine Arbeit 2003 aktualisiert und ich habe sie hier angeführt als download. Das neuere Dokument zeigt mehr die Bedeutung des Staates und hat neuere Informationen wie andere Staaten die Software Industrie im Speziellen gefördert haben (Ireland, Finnland oder Costa Rica). Es ist eine kurze aber, so glaube ich zumindest, interessante Info.

Hier downloaden: errancarmel_successfactorssoftware-nations.pdf

691 im Schweizer Fernsehen

Morgen Mittwoch Abend in der Sendung „Kulturplatz“ auf SF1 ist mein Bild 691 von onethousandpaintings zu sehen. Zudem werden (hoffentlich) auch die weiteren Bilder, die bei der GenevaLogic hängen zu sehen sein.

Stefan Zucker, Journalist bei SF1 Kulturplatz, hat mich vor einigen Wochen angerufen und mich gefragt, ob ich bereit sei bei einer Sendung über Web 2.0 mitzumachen. Ich habe ihm einige Web 2.0 Projekte aufgelistet. Jedoch hat er mir in einem zweiten Gespräch erklärt, dass dies viel zu trocken sei um im Fernsehen „plazes“ oder „openBC“ zu zeigen. Danach kam mir die Idee von den Bildern: Onethousandpaintings.com veranschaulicht ja viele oder zumindest einige Komponenten des Web 2.0 und ist erst noch aus der Schweiz. So wurde der Beitrag geboren. Aus dem „Web2.0-Beitrag“ wurde nun ein „Bilderbeitrag“. Ich bin gespannt wie dies nun umgesetzt wurde.

Sendung „Kulturplatz“: Mittwoch, 1.11.2006 nach „10 vor 10“

Vortrag bei Startglobal Anlass – Das tägliche Überleben erleben

Ich muss mich bei allen Gästen des Startglobal Anlasses entschuldigen. Mir ist nach der Anreise in Kostanz so übel geworden, dass ich die Zeit bis zur vorzeitigen Abreise nur noch auf der Toilette verbracht habe. Deshalb musste ich meinen Vortrag auf dem Schiff (!!) absagen. Das tut mir wirklich leid, da ich gerne die Jungunternehmer und Studenten kennen lernen wollte.

Als Ersatz für meine Rede möchte ich deshalb hier in meinem Blog, das ja von Startglobal verlinkt ist, Teile des Inhaltes wiedergeben. Stellen Sie sich also vor, ich stände vor Ihnen auf dem Schiff zwischen Hauptgang und Dessert…

Quote:

"Mann/Frau sollte sich immer wieder daran erinnern, das Geschäft nicht Leben oder Sterben bedeutet. Es ist einfach ein Sport!" dieses Zitat ist von Richard Fairbank, CEO von Capital One.

Dieses Zitat widerspiegelt auch etwas die Kultur- oder Mentalitätsdifferenz zwischen Unternehmertum in den USA und in Europa. Hierzulande werden die Folgen des Scheiterns immer noch zu stark gewichtet. Gerade bei vielen Jungunternehmern stehen diese "Folgen" oftmals im Zentrum der Risikoüberlegungen und Abwägungen. Und dies hindert viele daran, das eigene Unternehmen zu starten.

Ich bin ja schon fast die Personifizierung des "modernen" Scheiterns in der Schweiz und deshalb werde ich wohl auch so oft an solche Anlässe eingeladen. Und ich kann auch hier in meinem Blog allen Lesern versichern: Es gibt ein Leben nach dem Scheitern! Und es gibt neue Chancen und neue Möglichkeiten.

Ich bin also irgendwie ein Serientäter und verdammt stolz darauf! Mit GenevaLogic, meinem derzeitigen Hauptengagement als Unternehmer, versuchen wir gerade den Umsatz in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln und von der weltweiten Nummer drei zur Nummer ein (1) zu werden (in unserem Segement "Tools for Schools").

Solch unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiko verbunden. Und, Risiko hat auch mit Scheitern zu tun. Dies war auch bei meiner vormaligen Tätigkeit bei Miracle nicht anders. Wir hatten einen Traum mit einem super Team von Mitarbeitern, einem sehr innovativen Produkt und einer Marktchance, weltweit erfolgreich zu sein. "If you can dream it – you can do it" Nach über 14 Jahren harter Aufbauarbeit, etlichen Hochs und vielen Tiefs, viel Schweiss und Arbeit, kam dann Ende 2000 das Aus! Das hat enorm geschmerzt und schmerzt manchmal noch immer (vor allem bei der Vorbereitung solcher Vorträge). Was mit einem Studentenkredit in der "Garage" begann, endete dramatisch und mit viel medialem Getöse. Nüchtern betrachtet aber, war es ein unternehmerisches Wagnis, dass genauso viel Chancen wie Risiken hatte. Meine Partner und ich sind diese unternehmerischen Risiken ganz bewusst eingegangen.

Ein Unternehmer muss also auch mit Niederlagen umgehen können. Nach einer blutigen Nase wieder aufstehen und weiter kämpfen. Gerade in den Fehlern, den Krisen oder den Niederlagen lernt man am meisten. Daraus kann man viel Schöpfen und Erfolge viel intensiver geniessen. Und was gibt es schöneres als mit einem tollen Team im Unternehmen einen Erfolg zu feiern. Oder die unglaubliche Genugtuung, eine Krise gemeistert zu haben.

Deshalb, liebe Jungunternehmer, die etwas Unglaubliches kreieren wollen: Go for it! Es gibt nichts Tolleres als die Erfahrungen eines Start-up's. Kreativ nach Lösungen von Problemen suchen und im Team den geschäftlichen Erfolg anstreben und etwas gemeinsam aufzubauen. Das tägliche Überleben zu erleben!

Also – liebe Gesellschaft: Unterstützen wir, wo immer wir können unsere Jungunternehmer, zollen wir ihnen höchsten Respekt. Zelebrieren wir ihren Erfolg und verzeihen wir ihnen Fehler und Scheitern und ermuntern sie immer, weiter zu machen – den unternehmerischen Virus weiter zu tragen und andere anzustecken!

"Doch wenn unsere Gebete nicht erhört werden, wenn unsere Erwartungen und Träume nicht wahr werden, sollten wir alle daran denken, dass wahre Grösse nicht darin besteht, nie zu fallen, sondern darin, sich nach jedem Sturz wieder zu erheben."

Nelson Mandela"

Unquote:

Dies als kleiner Auszug aus meiner Spirit Speech…

Successful start of SAF at Frankfurt Stock Exchange

Very successful start of the Swiss software company SAF at the Frankfurt stock exchange. According to their Q1 numbers the total revenue for the first quarter increased by 57% to €2,08 mio. and profit increased to €0.2 mio. This is another good example of software companies out of Siwtzerland being successful despite some opinion in the Swiss media (See also this post) that this is for Swiss software companies impossible.