Monetarisierung von Social Networks

Ich habe schon mehrere Posts gemacht bezüglich Werthaltigkeit und Bewertung von Social Networks. Da kamem immer wieder Fragen auf bezüglich der Monetarisierungsmöglichkeiten. Die Diskussion auch in anderen Blogs geht dahin, in wie weit, der riesige Berg von PIs (Page Impressions) überhaupt vermarktet werden kann. Der grosse Vorteil von Social Networks gegenüber anderen grossen Portalen, sind die Daten der Nutzer, die für die Werbeschaltung zur Verfügung stehen. Das heisst, dass Targeting Advertising zum ersten Mal umfassend möglich wird.

Dort liegen die grossen Chancen und das enorme Potential von Social Networks. Alleine die TKP Preise können bei zielgerichteten Werbeschaltungen um das 3 bis 5-fache gesteigert werden! Das heisst Rasierschaum-Werbung erhält nur wer auch männlich ist und innerhalb eines Zielalters liegt. Die Tampon-Werbung nur Frauen und die Aktion von Konzert Tickets in Zürich nur Benutzer mit Wohnort Zürich und Umgebung. Das ist der erste Schritt um hoch akzeptable, also auch für den Nutzer interessante und akzeptable Werbung zu schalten und damit auch die Erfolgsrate enorm zu steigern. Das sind Werbevoraussetzungen, die eigentlich jeder Werber schon seit ewigen Zeiten sucht. Seine Zielgruppe direkt ansprechen zu können.

8 Gedanken zu „Monetarisierung von Social Networks

  1. Es ist aber „User-Generated-Content“ und das ist in der Vermarktungswelt derzeit noch nicht sonderlich gern gesehen. Das Problem ist der Inhalt dieses vom Nutzer generierten Inhalts und die Problematik, dass ein „Advertiser“ mit einem rechtswidrigen oder unpassendem Inhalt in Verbindung gebracht werden könnte. Beispiel: Ein Nutzer berichtet über seine Probleme mit dem Kofferraumdeckel eines BMW. Über diesem Bericht erscheint ein BMW Ad. Ich denke nicht, dass dies im Sinne der BMW Mediaplanung liegt. Besonders gut ist dies auch im Videobereich zu beobachten. Ibo von Sevenload hat daher mit gutem Grund sein Augenmerk auf die Premium-Broadcaster gelegt und diesen Content kann er hervorragend und zu sehr lukrativen TKPs vermarkten. Imho ziehen Vermarkter immernoch den redaktionellen Portalcontent einem Socialnetwork vor. Aber durch die stetige Weiterentwicklung der SocialNetworks wird dies sicherlich bald anders sein…

  2. Wo läuft denn bereits zielgruppenspezifische Werbung in nennenswerter Größenordnung die die funktioniert und interessiert? Wenn das wirklich das next big Thing ist, warum sehen wir dann noch so weinige Beispiele dafür?

  3. @Herrn Schüpbach. Ich muss mich ganz herzlich für Ihren Beitrag bedanken.
    Er zeigt leider die Realität der Entwicklung von den meisten Social Networks. Diese beginnen ZUNÄCHST als Plattformen, welche sinngemäß zur vernetzten Kommunikation dienen. Von ZUNÄCHST Menschen mit Idealen.
    Nach ein paar erfolgreichen Monaten jedoch werden entweder diverse Werbeeinschaltungen erlaubt, oder man verkauft gleich die ganze Idee an ein Unternehmen (siehe StudiVZ). Zugegeben, wenn die ‚Maut‘ passt, kann keiner so recht widerstehen.
    Der Sinn von Social Networks sollte jedoch die kompromisslose vernetzte Kommunikation unter Gleichgesinnten (Studierenden, Geschäftsleuten,…) sein.
    Diese Voraussetzungen bzw. Richtlinien werden jedoch selten oder nur von kleineren Plattformen (etwa Bizzlounge.com) praktiziert. Diese Portale haben auch eigene Werteansätze, an denen man sich auch halten muss. Etwa keine Finanzierung über Banner usw.
    Das wünsche ich mir von allen Plattformen, unabhängig von ihren Reichweiten.
    Grüsse.

  4. @antipop: Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Grundsätzlich finde ich auch social networks eine super Sache, jedoch werden sie immer mehr bombadiert mit nutzlosem Zeug. Ich lege auch großen Wert auf niveauvolle Diskussionen, die man dann eben nur bei kleineren networks vorfindet. Auch ich kenne das von Ihnen erwähnte Bizzlounge.com und sehe es als eines der fortschrittlichsten und seriösesten Plattformen, wenn es um Diskussionen zu interessanten Themen geht. Bleibt zu hoffen, dass sich die zukunft des social networks weniger in Richtung Werbung, dafür mehr in Richtung Gedankenaustausch entwickelt.
    mfG

  5. Danke für die guten Kommentare. Eigentlich wäre das ja sehr ideal – reine Seiten, keine Werbung, nur zielgerichtete Kommunikation. Die Tatsache ist aber, dass gerade grosse Netzwerke, einen enormen Traffic generieren. Rein aus idealistischen Gründen kann man solche Netzwerke gar nicht betreiben. An guten Tagen werden bei studiVZ 1 Mio. Bilder hochgeladen und x-mal angeschaut – alleine die Kosten für über 100 Server und Terrabyte Speicher sowie die enormen Kommunikationsbandbreiten verschlingen ein riesen Geld. Und am Schluss sprechen wir von einem Unternehmen, dass mehrere Leute beschäftigt und bezahlt, die Software entwicklen, den Betrieb sicherstellen und die User Supporten, wenn der ein am anderen ans Bein pinkelt… Das kann kein Non Profit Unternehmen machen! Deshalb zahlt der User der diese tollen Dienste nutzt entweder eine Abogebühr oder nimmt Werbung in Kauf. Anders geht das nicht. Vielleicht, Leider!

  6. Dabei frage ich mich doch, wie die unzähligen, in den letzten Wochen und Monaten erstellten Communities zukünftig Geld verdienen wollen? Was treibt einen Gründer dazu, die 3. Tiercommunity, das 5. Mütter-/Väternetzwerk die 4. Gamecommunity und die 19. Studentengemeinschaft hochziehen zu wollen?
    Meiner Meinung nach passt hier der Ausspruch „Zu viele Köche verderben den Brei“ erschreckend gut. Denn im Endeffekt werden nur jene Netzwerke übrig bleiben, welche ihren Nutzern einen wirklichen Mehrwert bieten. Und dieser geht, meiner Meinung nach, weit über die reine Vernetzung und den Austausch unter Gleichgesinnten hinaus.

  7. Also Social Networks wie myspace und facebook haben bei Nutzung von herkömlichen Werbemitteln seitens des Kundens wenig Aufmerksamkeit.

    Gründe: Eine Seite auf einen Social network wird mehr oder weniger ueberflogen von den nutzern und eine Session seitens eines Users kann mal gleich locker 100 Pageviews generieren. Somit hab ich ein Grosses Problem das alleine die Clickraten auf so seiten wie myspace wahnsinnig schlecht sind und die Mörder niedrige TKP PReise eigentlich haben muessen oder gleich sogar auf clickbasis verkaufen.

    Und einer der Hauptfakten ist – die leute die social networks nutzen sind schon sehr Blind was das thema Werbung und so angeht da auf seiten wie myspace ud facebook internetaffine Menschen sind.

    Also Social NEtwork Seiten wie myspace und facebook machen einfach mit der irren masse an Pageviews ihr geld – ist ca so zu vergleichen wie im adult biss im Bereich Thumbnail Gallerys oder so auf den Free seiten – hier sind ähnliche Clickverhalten – die user wissen wo die Banner lauern und blenden diese bereits notorisch aus wenn sie wiederkehren.

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