DLD und Geschäftsmodelle

Ich konnte leider dieses Jahr nicht am DLD Anlass teilnehmen. Ich bin eigentlich nicht ein Fan solcher Anlässe, da doch oft nicht viel Konkretes dabei ist. Anstelle meiner Teilnahme habe ich selber einen Vortrag über WEB 2.0 im Rotary Club Langenthal gehalten (ich ziehe also meine lokale Präsenz der globalen vor😉 und habe einmal mehr lernen müssen, wie wenig allgemein über den nächsten Internet Hype bekannt ist. Ist dies das Abbild unserer Gesellschaft? Trennt sich eine grosse Kluft zwischen denen, die das neue Internet Angebot gierig aufsaugen und den anderen die sich daraus komplett verabschieden?

Auf alle Fälle habe ich den DLD (Digital, Live, Design) Anlass aus der Ferne verfolgt. Einen interessanten Artikel und eine Art Zusammenfassung habe ich bei „Media + Marketing“ entdeckt. Es scheint beim DLD stark auch über Geschäftsmodelle diskutiert wurde. Eine DLD Studie (was immer das auch war) hat dabei aus 228 Befragungen ergeben, dass die Mehrheit an das Geschäftsmodell „Werbung“ glaubt, gefolgt von „transaktionsbasierter Abrechnung“.

Nun gut – wie wäre es wenn man Abo und Werbung zusammen schalten würde? Ich bin überzeugt, dass sich immer wie mehr Hybrid Modelle ergeben werden. Wir diskutieren gerade auch bei studiVZ mehrere solcher Varianten. Mal sehen was dabei rauskommt.

Mir gefällt in dem Artikel auf alle Fälle folgendes Zitat aus dem Artikel:

Als wichtigste geschäftliche Erfolgsfaktoren werden in der Studie Kreativität und gut ausgebildete Mitarbeiter genannt – deutlich vor Technologie und Distribution. Kapital spiele keine Hauptrolle, darin waren sich die Referenten der Konferenz, einig. Es gehe vielmehr um Mut, seine Ideen zu verwirklichen.

Ist mir aus dem Herzen gesprochen!

3 Gedanken zu „DLD und Geschäftsmodelle

  1. „Kapital spiele keine Rolle“ ist natürlich ein lockerer ausspruch, wenn man über Kapital verfügt. Wie sollte das jemand sehen der über keinerlei Kapital verfügt und daher die Ideen gar nicht erst bis zum nächsten VC bringt, weil er nichts außer eine Idee vorzuzeigen hat?

  2. Stelle auch eine grosse Diskrepanz des Wissenstandes betreffend Web 2.0 & Co fest. Google und Yahoo können die meisten „nicht in der Szene aktiven Mitmenschen“ einordnen. Bei Flickr, Delicious und Youtube wird es schon schwieriger und bei Ausdrücken wie Social Networks/Community, Tagging, Grasroot, Taxonomy, Tag clouds, Viral, Web 2.0 ist sowieso fertig. Die Leute (auch solche mit denen man sonst sehr viel gemeinsam hat) schauen einem dann oft so an, als stamme man von einem fremden Planeten – obwohl Youtube, mySpace usw. inzwischen auch in der Tagesschau thematisiert werden. Wahrscheinlich sind „nicht in der Szene aktiven Mitmenschen“ einfach nicht sensibilisiert auf solche Themen/Stichworte. Spaltet sich unsere Gesellschaft hier oder wird bald jeder Wissen, was ein Tag ist?

  3. @Blogger:
    Ideen müssen nie zuerst zu einem VC. Ein VC kann und will oft gar nicht Ideen finanzieren. Es sind Business Angel, die Ideen beurteilen und dann auch unkompliziert finanzieren können. Dort ist auch die Bereitschaft höher ein Seed-Risiko einzugehen. Übrigens sind die starken Ideen von starken Persönlichkeiten oft auch die erfolgreichsten! Denn nur eine gute Idee zu haben ist das eine – das andere ist sie auch verkaufen zu können!

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