Das KOF kämpft weiter gegen das Unternehmertum!

Mit der Aussage   , dass neu gegründete Unternehmen kaum Arbeitsplätze schaffen, hatte das KOF (Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich) vor ein oder zwei Jahren, in der Jungunternehmer Szene einen Sturm der Empörung ausgelöst. In einer eiligen Umfrage konnte diese Tatsache vom Institut für Jungunternehmer leicht widerlegt werden. Nun doppelt das KOF in einem Artikel in der Wirtschaftszeitung Cash nach:

„Junge Firmen schaffen weniger Jobs als erwartet“

Dabei wird eine Studie des KOF’s zitiert die zum Beispiel nachweist, dass Neugründungen in den Jahren 1996 – 2002 durchschnittlich 1,7 Beschäftigte hatten. Es werden zudem interessante Werte aufgeführt, wie viele Unternehmen nach wie viel Jahren noch überlebten. Aus all den vielen Statistiken schliesst der Bericht, dass durchschnittlich pro Jahr 18’420 Vollzeitstellen geschaffen wurden. Dies wird als eher bescheidener Beitrag taxiert.

Wie viele Unternehmensgründungen waren „Consulting“ Einzel- oder Kleinstfirmen?

Wie viele der Unternehmensgründungen endeten in Übernahmen von Konzernen?

Wie viele der Jungunternehmen, die es nicht schafften waren Einzel- oder Kleinstfirmen?

Wie representativ sind diese Zahlen in Bezug auf den Zeitraum „Hype“ Wirtschaftswachstum 96 – 99 und „Eiszeit“ 2000 – 2002? Hat dies die Überlebenschancen nicht erheblich beeinflusst und wie repräsentativ ist dieser Zeitraum wirklich?

Ich verstehe diesen Kampf des KOF’s in keiner Art und Weise. geht es hier einfach darum, Recht zu haben oder Sinn oder Unsinn einer wissenschaftlichen Untersuchung? Marmet vom KOF macht auf alle Fälle keinem Jungunternehmer Mut, fördert in keiner Art und Weise Neugründungen oder das Etablieren von wichtigen Clusters in neuen Wirtschaftsbereichen, die ohne Neugründungen schlicht nicht entstehen.

Aber eigentlich ist dieser skandalöse Bericht ja ein Abbild einer Forschungsanstalt, die ja gerade den Neugründungsnotstand der ETH rechtfertigen muss. Es ist für Herr Marmet sicherlich toll vom KOF ohne Risiko, ohne Sorgen um Erfolg oder Misserfolg des eigenen unternehmerischen Handelns etwas zu erreichen, monatlich die Entschädigung einstreichen zu können – und vom hohen Berg der KOF/ETH auf die Schweiz zu schauen und uns zu sagen wie es uns den heute wieder geht! Ach wie kann das Leben doch einfach sein!

PS: Ich habe gar nichts gegen die ETH und es gibt immer wieder tolle Start-up’s aus dem Schoss der ETH – aber die ETH ist diesbezüglich nicht Stanford… hoffentlich noch nicht!

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