Bildung ist der Schlüssel zur Informationsgesellschaft – wie wahr!

„Alle sollen Zugang zum Breitband-Internet erhalten und befähigt werden, es sinnvoll zu nutzen. Bildung ist ein Schlüsselfaktor für einen sinnvollen Umgang mit dem Internet!“ schreibt Dr. Hanna Muralt Müller in ihrem Bericht in der neusten Ausgabe vom Netzguide „E-Government“. Ein sehr guter Artikel der aufzeigt, wie wichtig eigentlich Technologie in der Bildung sein sollte. Aber wie oft hinkt die Realität den Wünschen und Visionen von Politik und Staat weit hinter her.

Laut Muralt misst der Bundesrat in der Strategie für eine Informationsgesellschaft auch der Bildung einen sehr hohen Stellenwert bei. Alle sollen befähigt werden diese Technologien zu nutzen. Die Kompetenzen des Bundes jedoch seien durch das föderalistische Bildungswesen stark beschränkt. Deshalb wohl geniessen E-Health und E-Government viel höhere Priorität. Dort kann der Bund selbst eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Bildung, einmal mehr durch Föderalismus in den Hintergrund gedrängt? Dies wäre fatal, denn der Grundstoff „Brain“ ist einer der wenigen „Bodenschätze“, die die Schweiz besitzt. Wir alle sollten deshalb mehr von der Schule bezüglich Innovation und Veränderung hinsichtlich der Investitionen im Bereich Technologie fordern.

Technologie in der Schule heisst für mich:

  • Tagtäglicher Einsatz von Computer-basiertem Lernen
  • Anpassung des Schulstoffs – Miteinbezug von Internet in den täglichen Schulstoff
  • Fortbildung der LehrerInnen ind er Nutzung neuer Medien und Technologie generell
  • Kommunikation mit Schülern, Lehrern und Eltern mittels neuer Medien – Einsatz von schulübergreifenden Plattformen
  • In Zukunft: testen von neuen Schulmethoden wie 1:1 Computing

Dies sind nur einige der Ziele, die eigentlich in die Strategie jeder Schule, jeder Erziehungsdirektion und jeder Bundesstelle passen sollten. Aber machen wir uns nichts vor – es sind enorme Anstrengungen notwendig:

  • Von der Schule: Die neuen Technologien anzupacken und initiativ und mit viel Mut anzugehen. Projekte zu lancieren und auch neue Wege in der Finanzierung zu beschreiten: Stichwort Sponsoring.
  • Von den LehrerInnen: Vorurteilsfreie Öffnung hinsichtlich des Gebrauchs der neuen Technologien vom Kindergarten bis hin zu Erwachsenenbildung. Mutiges Vorangehen auch bezüglich Kommunikation mit Schülern und Eltern mittels neuen Medien.
  • Von den politischen Behörden: Engagement bei der Unterstützung der Schulen auch wenn es politisch nicht so profilierend wirkt! Auch bei den erforderlichen finanziellen Mitteln müssen neue Wege beschritten werden.
  • Von den Eltern: Unterstützung der Schulen und insbesondere der Lehrer in der Umsetzung der neuen Projekte. Aber auch das konstruktive Fordern von neuen Methoden und neuen Lernformen, sowie den Einsatz neuer Medien und Technologien.

Wir versuchen bei GenevaLogic eine Art Musterschule-Stadt aufzubauen. Mal schauen, was wir da alles erleben werden.

Mehr zu diesem Thema hier – weil Bildung nicht nur für die GenevaLogic wichtig ist, sonder aus meiner Sicht auch der Schlüssel zur Informationsgesellschaft und zu Wohlstand insgesamt!

PS: Vor fast genau 10 Jahren hat Wolfgang Frei im NZZ Format eine Fersehsendung zur Nutzung von Internet in der Schule gemacht und ein Thesenpapier verfasst „Internet in Klassenzimmer“ – 1997 nota bene! Jeder kann selbst mal überprüfen, in wie weit diese Thesen eingetroffen oder erfüllt wurden. Ganz schön interessant! Ganzer Bericht hier.

2 Gedanken zu „Bildung ist der Schlüssel zur Informationsgesellschaft – wie wahr!

  1. Hello,
    ich bin auch vertraut mit den eGov-Strategien des Bundes. Hab gerade als „new-bloggie“ Kommentar zur Pressekonferenz der CVP Schweiz zur IT-Kultur in den Schulen veröffentlicht; ein Besuch würde mich freuen. Ihre PS-Links werde ich mir noch in Ruhe zu Gemüte führen…

  2. Re-Hello😉
    Danke für Ihr comment auf meinem Blog. Ich kann dem nur beipflichten, denn wir haben als Eltern ebenfalls etliche „Müsterchen“ gesehen, wo man sich fragen muss: Kennen denn Lehrere keine digitale Welt? Warum werden Elterngespräche mühsam per Kreisschreiben und nicht per e-Mail festgelegt? Warum erfährt man erst am Vorabend, dass am nächsten Tag die Schule ausfällt aufgrund eines Bildungsganges oder was Ähnliches?
    Tja, die so gut connectete CH hat in gewissen Bereichen noch Aufholbedarf!
    Im übrigen: nun ist die komplette digitale Ausgabe des Netzguides E-Government als PDF downloadbar: http://www.netzwoche.ch/netzguide/2006/documents/NG-E-Government-2006_fulledition.pdf

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