Besser Präsentieren – Do’s and Don’t – 1. Teil

Also Andi B. hat mich ja schon vor einiger Zeit gebeten, die 10 Gebote für eine gute Präsentation hier zu posten. Das ist einfacher gesagt als getan. Ich habe mich seither mehr bei Präsentationen geachtet und habe versucht einige Beobachtungen und Erfahrungen aus vielen eigenen Präsentationen aufzuzeichnen. Hier die ersten 5 Tipps:

Einschränkung: Diese Bemerkungen und Tipps sind sicherlich nicht vollständig und sie sind mehr als Anregung gedacht. Zudem beziehen sie sich vor allem auf Präsentationen von Unternehmensideen an Investoren oder Geldgeber im generellen.

1. Feuer – Passion

Ich habe oft an mir, aber auch an anderen Personen beobachtet, wenn Leidenschaft in einer Präsentation ist, der berühmte Funke oftmals auch viel schneller auf die Zuhörer überspringt. Das wichtige ist aber, dass die Leidenschaft echt sein muss. Ich bin der Meinung, dass bei einer Präsentation durchaus, die Leidenschaft für das Thema stark und authentisch zum Ausdruck kommen soll. Dazu muss man genau wissen, von was man spricht und muss 100% davon überzeugt sein. Ich weiss dies ist einfacher gesagt als getan. Aber ich denke einfach, dass dieser Punkt enorm wichtig ist. Deshalb empfehle ich die Wahl der Person, die präsentiert mit viel Kalkül vorzunehmen. Lieber jemanden der sehr gut präsentieren und kommunizieren kann, als der kompetente Techie der es nicht rüber bringt!

2. Lampenfieber

Gehört zu jeder Präsentation. Jeder der kein Lampenfieber hat, der wird auch keine Höchstleistung erbringen können. Authentische und volle Leidenschaft braucht aber genau diese Höchstleistung. Diese wird vom Andrenalinausstoss verursacht und dies wiederum puscht unseren Körper zu den Höchstleistungen. Reden heisst nicht nur Sprechen, sondern vor allem auch Gestik. Hier liegt oftmals ein riesiges Defizit. Bewegt Eure Arme, zeigt mit euren Händen auf das was wichtig ist, reisst eure Zuhörer mit.
3. Gute Vorbereitung – Kein Ablesen
Wichtige Präsentationen übe ich selbst mehrmals und spreche sie laut vor mich hin – oft im Auto. Je besser ich den Inhalt beherrsche, umso mehr kann ich mich auf die Höhepunkte innerhalb einer Präsentation konzentrieren. Ich versuche, wenn immer möglich, meine Reden oder Präsentationen ohne Manuskript zu halten. Dies ist nicht immer möglich – je nach Thema. Aber ich habe selbst erlebt, dass erst der Funke auf die Zuhörer überspringt, wenn die Rede nicht mehr abgelesen wurde. Für mich das überragende Beispiel dazu, ist die Rede von Martin Luther King – „I have a dream“. Bei dieser Rede hat King nach ca. der Hälfte der Rede aufgehört abzulesen – und danach wurde die Rede von einer guten Rede zu einer unvergesslichen Rede!

4. Powerpoint – Folien

Lieber weniger Folien, dafür originelle. Lieber weniger Text, dafür viel Grafik. Gerade bei einer Investorenpräsentation muss man mit einfachsten grafischen Elementen arbeiten. Innerhalb 10 Minuten eine Geschäftsidee kapieren, hat viel mit Bildern zu tun – die kann man sich merken – einige Zahlen oder Texte hingegen nicht.

Es gibt viele Seiten im Internet, die nützliche Tipps und Tricks mit dem Umgang von Powerpoint anbieten. Beim Surfen über die Gruppe in openBC „Besser präsentieren“ bin ich auf „Working Smart“ gestossen ein Blog von Michael Hyatt. Er hat die besten Links von Powerpoint Ressourcen in einem Blogbeitrag aufgelistet – wirklich sehr nützlich!

5. Logischer Aufbau – Elevator Pitch

Für mich als Zuhörer, vor allem bei einer Kurzpräsentation, ist entscheidend, dass der Aufbau der ganzen Präsentation logisch ist. Bei einer Investorenpräsentation des eigenen Unternehmens mache ich es selber immer so:

  • Einstieg
  • Problem – Marktbedürfniss
  • Marktpotential – Marktgrösse – Marktsegmente
  • Meine Lösung des Problems – Angebot
  • Wettbewerb – Warum bin ich besser?
  • Zahlen – Grafisch dargestellt
  • Warum investieren? – 5 Gründe – Zusammenfassung

Ich hoffe, dass diese ersten 5 Punkte schon mal eine Hilfe sind. Fortsetzung folgt. Bemerkungen – Meinungen?

3 Gedanken zu „Besser Präsentieren – Do’s and Don’t – 1. Teil

  1. Noch ein Ergänzung zu Punkt 5 „Logischer Aufbau – Elevator Pitch“. Ich finde den Elevator Pitch (frei übersetzt das „Lift-Verkaufsgespräch“) enorm wertvoll als Übung für jegliche Präsentationen und/oder Vorstellungen eines Themas. Dabei geht es darum jemandem in 1-2 Minuten (lange Liftfahrt in Hochhäusern ;-)) den Inhalt meiner Nachricht oder meines Vorhabens rüberzubringen. Oft hat man auch nur diese kurze Zeit, um sein Gegenüber zu überzeugen. Diese kann man (und sollte man) übrigens sehr gut im Vornherein üben. Die Chance, dass man diese kurz und bündige Zusammenfassung braucht ist recht gross – Kurzvorstellung, Small Talk am Buffet, Vorstellung von Kollegen/Geschäftspartnern, etc.
    Übrigens hilft es auch in vielen Situationen, wenn man jederzeit seine momentanen Aktivitäten in 1-2 Minuten zusammenfassen kann – kurz & bündig, für den Zuhörer verständlich und auf ihn ausgerichtet (personalisiert) und dazu noch eine Prise Enthusiasmus (Feuer/Passion)…

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