Managing Growth (2)

Zweiter Tag im Wachstums-Management. Grundlage war der Business Case von Starbucks und vor allem deren enormes Wachstum in USA. Im speziellen aber auch deren internationale Wachstumsstrategie und deren Umsetzung.

Mit dabei in der Lesung war Kenneth (Hap) Klopp, der Gründer und langjährige CEO von North Face. Unscheinbarer Typ in einfacher Kleidung, sehr zurückhaltend und enorm sympathisch. Sein Track Record ist kaum zu fassen. Hier einige kleine Auszüge:

Hap geht nach dem Studium zu einem Vorstellungsgespräch bei Proctor + Gamble. Im Interview macht ihm die Person von P+G klar, dass er immer mit Krawatte und Anzug erscheinen müsse, er fragt nach warum und erhält die Antwort, dass sei halt einfach so. Danach fragt die Person nach, was den seine Ziele seien. Seine Antwort: „Ich will in 5 Jahren Präsident von P+G werden…“ Danach war das Gespräch beendet. Ein paar Wochen später gründet Hap North Face, mit der Idee Outdoor Equipment von höchster Qualität zu verkaufen. Er ist fest davon überzeugt, dass es Leute gibt, die etwas mehr bezahlen für beste Qualität. Als erstes Produkt wird ein Schlafsack produziert, es folgen Zelte und Kleider. Nach 10 Jahren gehört North Face zu den grössten unabhängigen Outdoor Produzenten weltweit. Konsequent baut Hap die Firma aus. Mehr zu seinem Werken hier.

Mit uns zusammen analysierte Hap danach den Starbucks Fall. Es war sehr spannend zu hören, wie seine Analyse ausfiel. Nachdem wir das Video von einer Konferenz von Howard Schultz gesehen haben, gab er folgendes Statement ab, das alles zusammenfasste: „Founders later look back and tell that the success was all a plan, instead it might have been a lot more opportunistic“. In dem Video erzählt Schultz vom Starbucks launch in der Schweiz und wie eindrücklich dies gewesen sei. Den Rest von Starbucks in Europa kennen wir: Kaum durchschlagenden Erfolg! Trotzdem glaubt Mr. Market (Die Börse), dass Starbucks enorm weiter expandieren kann. P/E ist im Moment bei 52!!!

Dem gegenüber stehen etwa 8’000 Shops in den USA und 2’500 ausserhalb der USA wovon ca. je 500 in UK und Japan. Ich bin sehr skeptisch ob diese Giesskannen Strategie aufgeht: Möglichst viele Shops in möglichst vielen Ländern.

Die Wahl der Internationalisierung muss sehr sorgfältig gewählt werden.

Und was ich sonst so erlebt habe: Wir hatten heute den ultimativen Schweizer-Abend: Roland Eberle (ex Regierungsrat und neu CEO von SIA), Peter Spenger (CEO von Telsonic) sowie mein Freund Hans Hess (ex CEO Leica Geosystems) haben einen wundervollen Abend in Palo Alto verlebt. nach einem tollen Diner in Elvvia (Griechisch!) und anschliessendem Umtrunk in der Nola Bar haben wir viel witzige und gute Diskussionen gehabt. Es ist schon eigenartig, dass man nach Palo Alto (Stanford gehen muss) um eine solche Party zu erleben! War wirklich absolut toll und wir haben beschlossen, dies in der Schweiz zu wiederholen!

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