Corporate Culture

Nach so viel lesen, zuhören, diskutieren mag ich kaum noch schreiben… Es gibt so viel, was ich verarbeiten möchte! Aber ich brauche definitiv mehr Zeit. Aber ich habe schon soviele Ideen gesammelt, dass sich der Kurs schon nur aus diesem Gesichtspunkt gelohnt hat.

Heute also ging es los mit Marketing und Unternehmenskultur. „Winning through Innovation“ – ein berühmtes Buch von Tushman/O’Reilly dient als Basis. Und wer hält die Vorlesung? Natürlich O’Reilly selbst! Ein etwas älterer Mann, aber noch voll auf der Höhe. Gespickt von vielen Beispielen, hat er uns dargestellt, wie gut gehende Unternehmen den Wandel von Technologie und Innovation nicht geschafft haben. Begonnen hat er mit dem Beispiel der Uhren-Industrie in der Schweiz in den 60’er Jahren.

Ich war in vielen Teilen an die Diskussionen bei GenevaLogic zurück versetzt, die wir in den letzten Monaten hatten, um die Core Values also unsere Werte im Unternehmen zu definieren. Mir war in dieser Übung von beginn weg wichtig, nicht nur schöne Worte zu kreieren, sondern daraus konkrete Handlungsbeispiele und Vorgaben abzuleiten. Dies erst leitet Werte zu Unternehmenskultur. Und die Unternehmenskultur ist wie die „fall-back“ Position für alle kritischen Unternehmensentscheide und Handlungen in der ganzen Organisation.

Als so genannten Massstab der Vorlesung diente der Fall „Jetblue“. Das Airline Start-up Unternehmen hier in den USA, hat dank ihrer ganz eigenen Unternehmenskultur eine Differenzierung am Markt erreichen können. Unter anderem war ihr Credo „…With our friendly service and hassle-free technology, we are going to bring back humanity back to air travel“. Hoch interessant für eine Billig-Airline. Mit verschiedenen Massnahmen, von der Rekrutierung, ein individuelles Bonussystem, Ausbildung und innovativer Nutzung von Technologie hat es Jetblue damit geschafft sich innert kürzester Zeit einen Platz im Airline Business hier in den USA zu erarbeiten. Im ersten Jahr wurden 1’000 Mitarbeiter angestellt und davon nur 20 ausgewechselt, weil sie nicht der Unternehmenskultur entsprachen.

PS: Und was ich sonst noch so gelernt habe:

Wer weiss woher der Name eBay stammt – beziehungsweise was für eine Abkürzung dies ist? „Echo Bay Technologies“

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PS: Und was ich sonst noch so gelernt habe 2:

Wir hatten heute neben „Corporate Culture“ auch noch „Brand Equity“, ein Topic das ich sehr liebe. Jim Lattin machte in der Vorlesung einen Test mit uns. Er stellte wzi Flaschen Vodka auf den Tisch – die eine Absolut Vodka (Bekannter Brand) in der anderen Flasche Wolfschmidt Vodka (Kein Brand). Dann liess er einen Triangle Test machen. Das heisst er suchte sich 15 TeilnehmerInnen aus die jeweils drei Becher vorgesetzt bekamen. In zwei becher waren jeweils der gleiche Vodka drin im dritten Becher war der Andere drin. Nun ging es darum zu bestimmen in welchem Becher welcher Vodka drin war. Erstaunlicherweise haben 11 von 15 die richtige Antwort erreicht. Mit dem hat der professor einfach nicht gerechnet. Das bisher beste Resultat, dass er mit einer Klasse erreicht hat, war 5 zu 15. Nun war der ganze Aufbau der Lektion durcheinander gekommen, denn er wollte aufzeigen, dass obwohl niemand einen Unterschied bemerkt, alle Absolut kaufen, da es ein Brand Vokda ist. Er war leicht konsterniert – liess sich aber dann doch nicht ganz aus dem Konzept bringen. War eine tolle Marketing Lektion!

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