Vortrag bei Startglobal Anlass – Das tägliche Überleben erleben

Ich muss mich bei allen Gästen des Startglobal Anlasses entschuldigen. Mir ist nach der Anreise in Kostanz so übel geworden, dass ich die Zeit bis zur vorzeitigen Abreise nur noch auf der Toilette verbracht habe. Deshalb musste ich meinen Vortrag auf dem Schiff (!!) absagen. Das tut mir wirklich leid, da ich gerne die Jungunternehmer und Studenten kennen lernen wollte.

Als Ersatz für meine Rede möchte ich deshalb hier in meinem Blog, das ja von Startglobal verlinkt ist, Teile des Inhaltes wiedergeben. Stellen Sie sich also vor, ich stände vor Ihnen auf dem Schiff zwischen Hauptgang und Dessert…

Quote:

"Mann/Frau sollte sich immer wieder daran erinnern, das Geschäft nicht Leben oder Sterben bedeutet. Es ist einfach ein Sport!" dieses Zitat ist von Richard Fairbank, CEO von Capital One.

Dieses Zitat widerspiegelt auch etwas die Kultur- oder Mentalitätsdifferenz zwischen Unternehmertum in den USA und in Europa. Hierzulande werden die Folgen des Scheiterns immer noch zu stark gewichtet. Gerade bei vielen Jungunternehmern stehen diese "Folgen" oftmals im Zentrum der Risikoüberlegungen und Abwägungen. Und dies hindert viele daran, das eigene Unternehmen zu starten.

Ich bin ja schon fast die Personifizierung des "modernen" Scheiterns in der Schweiz und deshalb werde ich wohl auch so oft an solche Anlässe eingeladen. Und ich kann auch hier in meinem Blog allen Lesern versichern: Es gibt ein Leben nach dem Scheitern! Und es gibt neue Chancen und neue Möglichkeiten.

Ich bin also irgendwie ein Serientäter und verdammt stolz darauf! Mit GenevaLogic, meinem derzeitigen Hauptengagement als Unternehmer, versuchen wir gerade den Umsatz in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln und von der weltweiten Nummer drei zur Nummer ein (1) zu werden (in unserem Segement "Tools for Schools").

Solch unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiko verbunden. Und, Risiko hat auch mit Scheitern zu tun. Dies war auch bei meiner vormaligen Tätigkeit bei Miracle nicht anders. Wir hatten einen Traum mit einem super Team von Mitarbeitern, einem sehr innovativen Produkt und einer Marktchance, weltweit erfolgreich zu sein. "If you can dream it – you can do it" Nach über 14 Jahren harter Aufbauarbeit, etlichen Hochs und vielen Tiefs, viel Schweiss und Arbeit, kam dann Ende 2000 das Aus! Das hat enorm geschmerzt und schmerzt manchmal noch immer (vor allem bei der Vorbereitung solcher Vorträge). Was mit einem Studentenkredit in der "Garage" begann, endete dramatisch und mit viel medialem Getöse. Nüchtern betrachtet aber, war es ein unternehmerisches Wagnis, dass genauso viel Chancen wie Risiken hatte. Meine Partner und ich sind diese unternehmerischen Risiken ganz bewusst eingegangen.

Ein Unternehmer muss also auch mit Niederlagen umgehen können. Nach einer blutigen Nase wieder aufstehen und weiter kämpfen. Gerade in den Fehlern, den Krisen oder den Niederlagen lernt man am meisten. Daraus kann man viel Schöpfen und Erfolge viel intensiver geniessen. Und was gibt es schöneres als mit einem tollen Team im Unternehmen einen Erfolg zu feiern. Oder die unglaubliche Genugtuung, eine Krise gemeistert zu haben.

Deshalb, liebe Jungunternehmer, die etwas Unglaubliches kreieren wollen: Go for it! Es gibt nichts Tolleres als die Erfahrungen eines Start-up's. Kreativ nach Lösungen von Problemen suchen und im Team den geschäftlichen Erfolg anstreben und etwas gemeinsam aufzubauen. Das tägliche Überleben zu erleben!

Also – liebe Gesellschaft: Unterstützen wir, wo immer wir können unsere Jungunternehmer, zollen wir ihnen höchsten Respekt. Zelebrieren wir ihren Erfolg und verzeihen wir ihnen Fehler und Scheitern und ermuntern sie immer, weiter zu machen – den unternehmerischen Virus weiter zu tragen und andere anzustecken!

"Doch wenn unsere Gebete nicht erhört werden, wenn unsere Erwartungen und Träume nicht wahr werden, sollten wir alle daran denken, dass wahre Grösse nicht darin besteht, nie zu fallen, sondern darin, sich nach jedem Sturz wieder zu erheben."

Nelson Mandela"

Unquote:

Dies als kleiner Auszug aus meiner Spirit Speech…

2 Gedanken zu „Vortrag bei Startglobal Anlass – Das tägliche Überleben erleben

  1. Wirklich schade das sie ihren Vortrag nicht halten konnten, der Auszug tönt sehr interessant. Das Schiff hat aber für ein Süsswasser-Gewässer auch ordentlich geschaukelt und zusammen mit der drückenden Hitze fühlte ich mich auch nicht immer ganz wohl. Aussagen wie sie in ihrem Vortrag vorkommen sollten haben bereits andere Sprecher vor ihnen auch getätigt, also haben ihre Gedanken am Montag trotzdem Verbreitung gefunden.

  2. Pingback: Andi B. » Blog Archive » Rückblick START Summit 2006

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