Next10Years event in Hamburg

Der „Next10Years“ Anlass wurde von SinnerSchrader Web-Agentur organisiert und war eigentlich deren 10 Jahre Jubiläum. Auf die Anfrage von einigen Referenten haben sich danach viele Interessierte gemeldet und der Event wurde plötzlich zu einer Konferenz mit mehreren hundert Teilnehmern. Schon dies zeigt, wie das Thema Web2.0 und der allgemeine Internet Trend im Moment wieder „hyped“. (ich werde dazu ein separates Post machen bezüglich Bubble2.0)

Insgesamt war der Event ganz toll organisiert. Vor allem die Keynote von Andreas Weigend war einmal mehr ein Genuss. Obwohl jetzt nicht sehr viel Neues dabei rauskam waren doch einige Aussagen sehr spannend und vor allem für den Bereich Social Software. Andreas Weigand hat in seinem Referat ausgeführt, dass nach der „Intention“ getriebenen „Economy“ nun die „Attention“ getriebene „Economy“ im Internet entstehe. Also nach der reinen Suche nach etwas, kommt nun die Welle des sich darstellen und um Anerkennung ringen. Das zeigt sich ja deutlich in den rasch wachsenden Zahlen der Social Netzwerk Nutzern im Bereich 14 – 20 jährigen. Der allgemeine Trend geht also von passiver Information nutzen, hin zu Nutzerbeteiligung an den Inhalten. Interessant sind da Aussagen, dass die Radio und Fernseh Nutzung stetig rückläufig ist, dass in den USA bei einer neusten Umfrage die Jugendlichen klar zum Ausdruck brachten, dass Handy und Internet Fernsehen weit überholt haben, so ist doch heirzulande immer noch erstaunlich, dass wenn ich da so Werbezeitschriften wie Horizont oder ähnliche lese, sich bei deren Betrachtungen alles immer noch um Print, TV oder Radio dreht…

In den verschiedenen Break-out Sessions wurden dann verschiedene Themen diskutiert. Interessant war zum Beispiel der Break-out „Longtail-Business“ am Beispiel von Spreadshirt. Lukasz Gadowski hat dort sehr interessant ausgeführt, wie er Spreadshirt aufgebaut hat. Heute bedruckt Spreadshirt mehrere 10’000 Artikel pro Monat mit mehr als 200 Mitarbeitern. Ein sensationelles Beispiel wie ein Jungunternehmer es geschafft hat, seine Idee und sein Konzept zu realisieren – und dies noch ohne VC Finanzierung! Beim Longtail Business geht es ja gerade darum, in einer Nische mit Kleinstbeträgen ein Geschäft aufzubauen. Das Konzept von Spreadshirt geht total auf. Über 150’000 Shops verkaufen heute die T-Shirts für Spreadshirt und verdienen je nachdem mit am Geschäft.

Der zweite Break-out handelte von „Community“ – ein Thema bei dem Lars Hinrichs von openBC mit dabei war. Eigentlich hab ich ja schon viel gewusst – aber mich hat vor allem interessiert, was die Leute von openBC wissen wollten😉. Und es ist schon erstaunlich, dass auf die Frage von Lars, wer den alles bei openBC Mitglied sei, doch quasi der ganze Saal die Hände nach oben streckte! Was muss das wohl für ein Gefühl für Lars sein? Interessant war, dass es noch immer Leute gibt, die openBC sehr skeptisch gegenüber stehen. Da kamen Fragen wie „Wie finanziert sich den openBC?“ oder „Wie stellen sie sicher, dass openBC nicht zu einer Dating-Plattform wird?“. Das zeigt schon, dass viele sich noch nicht bewusst sind, welchen enormen Mehrwert openBC für seine Community darstellt. Da gibt es noch einiges zu kommunizieren…

Die abendliche Party war dann ein Revival der 98/99-Jahre: Der Lichy-Saft und die Bio-Limo, der „Sex at the Beach“ oder der „Gin-Tonic“ gab’s gratis – Live DJ Musik mit feinen exotischen Häppchen und jeder die Sticker an der Brust: „Start-up“ – „Investor“ – „Berater“ – „Ermöglicher“ – „Blogger“ und viele mehr… Gegen 500 Leute die die Rückkehr des Internet’s feierten!

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