Peter Schüpbach – NewBorn Blog

24 Oktober 2008

Copycat – oder „act local“

Gespeichert unter: Start-up's, Web 2.0 — Schlagworte: — Peter Schuepbach @ 3:44

Ich habe gerade eine Artikel von Matt Marshall auf VentureBeat gelesen: „Copycat – but getting Smarter“. Er beschreibt darin die Web 2.0 Szene in Deutschland und zeigt vor allem auch auf, wie stark die Copycat-Szene in Deutschland ist.

Nun vor ein paar Monaten habe ich selbst einen Vortrag bei einem Anlass in München gehalten. Ich will hier ein paar dieser Aussagen zu diesem Thema widergeben.

1. Sind Copycats per Definition einfacher zum Erfolg zu führen?

NEIN! Copycats brauchen genau gleich harte Arbeit und das Quentchen Glück um Erfolgreich zu sein. Dazu gibt es viele Beispiele. Zur Zeit vom Start von studiVZ waren bereits 3-4 andere Copycats ab Start.
Viele Gründer von Copycats meinen, mit dem simplen kopieren der Idee sei der Erfolg bereits garantiert. Dem ist ganz und gar nicht so – das zeigen auch die vielen Flops, selbst von den grossen dieser Branche (frazr).

2. Copycats sind ein zeichen für einen nachhaltigen Markt

First Movers können es sehr schwer haben, solange es noch keine Nachahmer gibt. Copycats sind immer auch ein Zeichen dafür, dass prinzipiell ein Marktnachfrage besteht oder zumindest angenommen wird, das eine besteht. Das ist eine Bestätigung für einen First Mover. Der kopierte hat immer noch die Möglichkeit auf solche Konkurrenz zu reagieren. Das hätte beispielsweise auch Facebook oder Linkedin in Deutschland gekonnt. Passt aber ein Markt noch nicht in die Strategie, dann lässt man lieber den Copycat vor. Zum Teil kann es aber sehr schwierig werden, einen solchen Markt später zurück zu holen.

3. Sind Copycats schlecht oder minderwertig?

Bei weitem NEIN! Sind BMW und Mercedes schlecht, nur weil sie nun auch beginnen Hybrid Autos zu bauen? Wichtig ist ja, was man aus einem Copycat macht. Wie Matt Marshall auch in seinem Artikel anführt, sind meistens gerade die erfolgreichen Copycats hier in Europa besser oder weiterentwickelt. Oftmals auch besser auf den lokalen Markt ausgerichtet. Ohne Innovation geht auch bei einer Kopie einer Idee oder eines Konzepts nichts.

Copycats sind immer noch sehr negativ belegt und gelten als minderwertige Unternehmen. Das ist falsch und entspringt wohl einem falschen Ehrgeiz oder ganz einfach Neid.

4. Warum wird überhaupt in Europa so viel kopiert?

Ganz einfach: Wegen der Unfähigkeit vieler Amerikanischen Vorreiter sich auf die europäischen Märkte einstellen zu können, beziehungsweise von Beginn weg schon nur technisch in der Lage zu sein, die unterschiedlichen Länder zu adressieren. Das hat natürlich viel mit dem eigenen grossen Heimmarkt zu tun, aber sicherlich auch etwas mit der fehlenden Weitsicht oder der amerikanischen Arroganz.

5. Kann Europa auch eigenes Zeug machen?

Aber sicher! Schade nur, das Matt Marshall da die Web 2.0 Expo als Massstab nimmt. Da gibt es schon noch mehr als das.

Eines ist sicher. Im Zentrum eines jeden Start-ups steht der Markterfolg und der ist, egal ob Copycat oder innovative neue Technologie, nur mit dem richtigen Produkt, der richtigen Adressierung des Marktes und ein gehörigen Portion harter Knochenarbeit zu erreichen. Geschenkt wird keinem etwas!

13 Juni 2007

SF Startup – ein voller Erfolg

Gespeichert unter: Best Practices, Personal Experiences, Start-up's — Peter Schuepbach @ 6:56

Ich komme gerade zurück in mein Zimmer im Hotel weiss nicht was in Oerlikon von einem sehr guten Event des Schweizer Fernsehen. Zur Feier hatte das SF geladen, da sich nun die Sendung Startup dem Ende zu neigt. Es wurde Bilanz gezogen: Vom Fernsehen, von der Jury und von den Startups. Insgesamt muss ich sagen, dass ich selbst eine sehr positiv Bilanz ziehe und ich das Format sehr toll fand. Es hat zum ersten Mal öffentlich gemacht, was oft nur gewisse Insider wussten. Wie werden junge UnternehmerInnen finanziert, wie beschaffen sie sich das notwendige Kapital und wie präsentiert man sein Unternehmen, und vieles mehr. Überall am Anlass waren freudige Gesichter. Alle waren scheinbar zufrieden. So dass sogar Frau Ingrid Deltenre bereits ankündigte, dass es voraussichtlich eine neue zweit Staffel geben könnte…

Ich gratuliere den Machern rund um Alexander Mazzara zu diesem gelungenen Projekt. Weiter so.

Hier die Bilder auf kyte

14 April 2007

Start-up von STARTUP

Gespeichert unter: Best Practices, BusinessAngel, Internet — Peter Schuepbach @ 10:38

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Ich hatte Anfang April das Vergnügen an dem Startup Event des Schweizer Fernsehens teilnehmen zu können. Dazu habe ich extra meine Ferien mit meiner Familie unterbrochen (was mir eine Schelte meiner Kinder eingetragen hat) und bin sehr gespannt im Hürlimann Areal in Zürich eingetroffen. Würde sich die Zeitinvestition lohnen (dies fragt man sich ja immer bei solchen Anlässen)? Heute war’s für mich aber doppelt so spannend, da ich zudem eine 6stündige Reise (Hin- und Rückfahrt ins Wallis) auf mich genommen habe.

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Und – es hat sich gelohnt. In den letzten Jahren habe ich ja schon an etlichen solchen Anlässen teilgenommen – diesmal aber war die Qualität bei der Variation der präsentierenden Firmen doch sehr beachtlich. Von Internet bis High-Tech von purerem Start-up bis hin zu einem bereits existierenden Businessmodell mit Gewinn waren alle Arten von Firmen vertreten.

Aus den über 900 Bewerbungen hat die Jury wirklich eine gute Auswahl präsentieren lassen und hat damit einen wichtigen Grundstein zum Erfolg dieser Sendung bzw. des Anlasses gelegt. Ich bin überzeugt, dass nicht nur wegen dem Fernsehen, viele der präsentierenden Unternehmen finanziert werden. Ich auf alle Fälle werde sicherlich 2 Projekte konkret weiterverfolgen. Das Echo meiner Kollegen sowie anderer Privat-Investoren hat die gesamthaft tolle Stimmung bestätigt.

Und dies ist wichtig – denn nicht zuletzt sorgt eine gute Stimmung auch zu positiven Beurteilungen von Unternehmen. Was nicht heissen soll, dass dadurch konkrete kritische Überprüfungen wegfallen – aber es wird doch leichter als bei einer schlechten Stimmung.

Das ganze Team um die Startup Sendung hat einen ganz tollen Job gemacht! Gratuliere!

 

Nun beginnt die Serie nächsten Montag, 16.4.2007 nach 10vor10 (ca. 22.20)! Ich bin doppelt gespannt, da ich ja auch mehr oder weniger aktiv mitgemacht habe ;-) – so soll einen Beitrg von mir bereits in 10vor10 erscheinen. Drehorte waren hier bei GenevaLogic, im Hürlimann Areal und in Berlin bei studiVZ… – na ja mal sehen!

 

Übrigen hat SF sehr innovativ auch einen eigenen kyte Kanal aufgeschaltet: Frontseite auf kyte clicken!

27 März 2007

Cannes die 2te

Kurzer Rückblick des ersten Tages (Montag) Venture Market Europe 2007 in Cannes:         vme_low_res.gif

Ich hatte tolle Treffen mit tollen start-ups. Die haben mich am meisten beeindruckt:

Plazes

Die haben nämlich den Red Herring Award gewonnen!!! ;-)

WAYN (Where are you now)

Social Network für Reiselustige. Wächst mit ca. 10 – 15′000 Nutzern am Tag und hat mehr als 8 Mio. Benutzer. Interessanterweise hat die Seite ein Subscription Modell. Ich habe ein ähnliches Konzept angeschaut, dass in die gleiche Richtung geht und wir haben uns immer gefragt, wie gross wohl die Conversion Rate sein würde für paying users: bei WAYN ist sie bei ca. 3-4%!!! Also noch sehr wenig. Trotzdem ist die Firma Cash-positive und auch sonst sehr gut unterwegs. Warum? Weil sie eben nicht nur Subscription machen, sondern auch dediziert Werbung und Partnerchaften eingehen, mit einem entsprechenden Revenue Share. Ich finde das richtig und wird sicherlich die Conversion Rate nicht negativ beeinflussen.

sMeet

Social Network Technologie – oder sollte man sagen Social Communication Technologie. Für mich etwas vom innovativsten, was ich in den letzten Monaten überhaupt gesehen habe! Ein völlig neuer Ansatz, mit der Nutzung von bestehenden und akzeptierten Kommunikationsmitteln, kombiniert mit neusten „Second Life“ Ansätzen. Die Technologie eröffnet ungeahnte Möglichkeiten zum Einsatz: Social Networks, Business Meetings oder Diskussionsforen für Kunden. Am Schluss sass ich also ganz beeindruckt in meinem Stuhl und habe mich gefragt, wie wohl die Akzeptanz der User sein wird. Wird es so sein wie bei Second Life – viele Anmeldungen aber wenige WiederkehrerInnen? Ich befürchte es. smeet ist der Zeit voraus – vielleicht noch zu weit voraus (oder bin ich zu alt?). Auf alle Fälle eine ganz tolle Geschichte – einmal mehr aus Deutschland!

realeyes3d

Cooles Add-on für das Handy. Mit Bewegungen des Handys kann man das User Interface auf dem Handy steuern. Zoomen oder Cursor bewegen. Sieht enorm beeindruckend aus. Zudem hat die Firma ein Applikation zum Fotografieren und übersenden von Dokumenten entwickelt, die danach übers Web ganz einfach ge-shared werden können. Also beispielsweise – Vertragsverhandlung – Änderungen per Hand einfügen – Handy Fotografie und ab übers Netz zu den Geschäftspartnern… oder so! Die Applikation heisst qipit (Cooler Name!).

Truphone

Kannte ich schon, wollte aber einen Update. Nun die Präsentation war, gelinde gesagt, langweilig und brachte auch nicht wirklich was Neues. Ich bin immer noch mehr als skeptisch ob das wirklich funktionieren wird – zumindest in dem angestrebten Zeitraum.

IndependentIP

Hatte auch noch eine längere Präsentation mit Martin Tjho von IndependentIP über FUGA. Das ist eigentlich eine Art Supply Chain Management Web ERP Applikation für die Musik Industrie. Ganz toll gelöst und wirklich auf den ersten Blick gut umgesetzt. Ich spreche da aus Erfahrung, da ich mal sowas bei BMG in der Schweiz eingeführt habe… Mit der Software können kleinere Labels und Verwerter alle ihre Vertriebskanäle automatisiert abrechenen und überwachen. Eine tolle Idee gut umgesetzt. Werde ich auf alle Fälle weiterverfolgen. Ist einmal nicht ein B2C Case wie sonst üblich.

Und dann wären da noch, Zupka, ZYB, Garlik, pixsta, Q-go und Wazap… aber eben, man kann an einem solchen Event nicht alles haben (sprich treffen).

Vor allem sind aber solche Anlässe ja auch viel Networking und man lernt neue Leute kennen. Konnte mich endlich auch mal mit Trigami Mann Remo Uherek unterhalten. Freue mich auch da auf einen Follow-up.  Also alles in allem ein gelungener Anlass – zumindest für mich. Man muss ja auch immer, dass für sich persönlich wichtige aus so einem Kongress ziehen. Nur small-talken den ganzen Tag, wäre einfach zu einschläfernd und viel zu langweilig.

24 März 2007

blogcamp Switzerland

Gespeichert unter: Coole Sites, Internet, Personal Experiences, Technology Trends, Web 2.0 — Peter Schuepbach @ 8:03

bc_logo_300thumbnail.pngBlogCampSwitzerland 2007 findet heute am 24. März (10:00-16:30) @ ETH Zurich statt. Es ist eine Europäische Konferenz mit ausschliesslichem Fokus auf Blogging, organisiert von Bloggern für Blogger. Sie baut auf die Prinzipien des bekannten BarCamp (ad-hoc Unkonferenz) im Silicon Valley. Mehr Informationen dazu hier im Forum oder auch hier.

Leider konnte ich unmöglich auch noch an dieser Konferenz teilnehmen – obwohl es mich sehr gereizt hat! Aber die letzten Wochen waren derart hektisch und von vielem Reisen geprägt, dass ich die Priorität heute der Familie schenke – bis Sonntag Abend, dann geht es bereits weiter nach Cannes zum RedHerring100 Anlass Venture Market Europe 2007 (werde die dortigen Erkenntnisse versuchen live zu bloggen).

Ja in der Tat, es tut sich sehr viel in der Internet Szene. Auch in der Schweiz regt sich einiges. Ich hatte in den letzten Wochen auch einige sehr gute Konzepte oder Prototypen aus der Schweiz gesehen. Dabei hat es nicht nur Kopien von bereits bestehenden Konzepten darunter, sondern echte neue gute Ideen.

Letzte Woche war aber geprägt von Organisationsprojekten @studiVZ verschiedenen Workshops und einem Preview der neuen Version und Workshop @plazes. Mehr darüber in den nächsten Posts (darf noch nicht zu viel darüber sprechen). Damit werden in den nächsten Wochen gleich mehrere Unternehmen, bei denen ich engagiert bin, entweder mit einerkomplett neuen Version oder einem neuenWeb-Angebot, Online gehen. Also eine sehr spannende Zeit – oder?

Nachtrag:

Ich möchte hier noch erwähnen, dass ich das barcamp eine super Sache finde und den Organisatoren Remo Uherek zusammen mit Peter Hogenkamp, Dominik Tarolli und William Lüthi (Venturelab) dazu herzlich gratuliere.

1 November 2006

Unternehmer und Marathon?

Gespeichert unter: Best Practices, Personal Experiences — Peter Schuepbach @ 7:20

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Ich bin in der Endphase der Vorbereitung meines Marathons 2006, dem New York Marathon. Es ist meine vierte Teilnahme an diesem Grossanlass und ich habe seit Anfang Jahr auf dieses Ereignis trainiert. Ich gebe es zu: Seit einigen Jahren, was ich mir vorher nie hätte vorstellen können, bin ich ein begeisterter Jogger.

Nun werden einige sagen: „Marathon laufen, das könnte ich nie!“ Falsch! Wie so oft ist es nur eine Frage des Trainings und des Willens. Gut ich geb’s zu, es braucht oft auch eine grosse Portion Überwindung. Gerade wenn es kalt oder nass ist und man weiss, dass man gerade jetzt einen langen Dauerlauf machen muss.

Ich habe mir oft überlegt, dass eigentlich ein Marathon laufen viel mit Start-up und Unternehmertum zu tun hat. Man arbeitet hart und lange auf ein Ziel zu. Es geht auf und ab, es gibt Hochs und Tiefs, innere und äussere Widerstände und es kann auch mal weh tun. Aber die persönliche Befriedigung am Ende, das Erlebnis insgesamt ist unbeschreiblich. Und es ist immer wieder verblüffend, was man eigentlich leisten kann.

Also, wieder mal Allen die mitten im Start-up-Marathon oder einem anderen Marathon drin sind: Durchhalten und Weitermachen – das Ziel ist nicht mehr weit. Oder, wie’s jeweils im Central Park tönt: „Your looking good – Go Go Go!“

Für alle, die ein bisschen Feeling vom NYC Marathon erleben wollen – hier per Video.

18 Oktober 2006

Das Schweizer Fernsehen lanciert „STARTUP“

Gespeichert unter: BusinessAngel, Investments, Start-up's — Peter Schuepbach @ 10:21

Ich war gestern Abend zum offiziellen Launch von „STARTUP“ eingeladen, einer elfteiligen Sendereihe, wo Jungunternehmer, ihre Ideen und ihre Investoren im Mittelpunkt stehen werden.

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Der Informationsapéro wurde von Ingrid Deltenre und Ueli Haldimann eröffnet. Anwesend waren eine stattliche Zahl von Personen aus der „Start-up-Finanzierung-Szene-Schweiz“. Von Beat Schillig, Dominik Tarolli und Simon May vom Insititut für Jungunternehmer und venturelab, über Massimo Lattmann von Venture Partners und Präsident SECA, Hans-Ulrich Müller von Partners Group, Charles Zijederveldt von Business Tools, Anton Affentranger u.a. VRP von Dartfish, Jan Bomholdt von b-2-v und einige mehr.

Alexander Mazzara hat im Sendestudio 8 das neue Format vorgestellt. Das Konzept sieht vor, dass ab heute Schweizer Start-up’s gesucht werden, die sich beim Schweizer Fernsehen melden können. Bis Mitte Dezember läuft die Anmeldefrist. Danach wird das Institut für Jungunternehmer diese Ideen oder Unternehmen „screenen“ und einer Jury übergeben, die danach 6 – 10 Ideen und/oder Start-up’s selektieren werden. Diese „Auserwählten“ werden danach vom KTI begleitet und auf den Investorenanlass vom 3. April 2007 vorbereitet. Dort sollen die Unternehmer ihre Ideen und Pläne potentiellen Investoren präsentieren können, die frei entscheiden können, ob sie in die Unternehmen investieren wollen. Der darauf folgende Due Dilligence Prozess soll vom Fernsehen begleitet und im Sommer das Ergebnis präsentiert werden.

Alexander Mazzara präsentiert das Konzept

Das Ziel vom Fernsehen ist also, den ganzen Prozess von der Idee bis zum finanzierten Unternehmen zu begleiten und einem breiteren Publikum die verschiedenen Facetten bekannt zu machen. Ich und meine Partner (Nicolas Berg und Peter Niederhauser) haben das Projekt von Anfang an unterstützt und sind der Meinung, dass trotz einiger Risiken (Publizität Startup, Erwartungshaltung an Unternehmen etc.) es wichtig ist, dass eine Förderung von Start-up’s und des Unternehmertums insgesamt sehr positiv ist. Vielleicht animiert dieses Format gerade auch junge Leute, die Ideen haben, sich aber nicht trauen oder das Risiko nicht eingehen wollen, sich jetzt zu melden und das Venture in Angriff zu nehmen.

Also liebe Start-up Community in der Schweiz: Hast Du eine Idee, so verrückt sie auch klingen mag – melde Dich sofort an. Liebe JungunternehmerInnen oder Jung-gebliebene-UnternehmerInnen, bereits ein Unternehmen gegründet und ihr sucht nach weiterer Finanzierung zur Expansion oder Internationalisierung – oder etwa eine Spinn-off Idee? – melde Dich sofort an.
openBC Schweiz unterstützt die Idee aktiv und hat eine spezielle Premium Gruppe eingerichtet. Hier findet ihr alle Angaben und Diskussionen rund um das ganze Format.

Hier ist der Link zum Schweizer Fernsehen und der speziellen STARTUP Seite.

Ich werde das Format eng begleiten und bin sehr gespannt, was sich so in unserem Lande daraus entwickeln wird.

14 September 2006

STARTglobal – Eine unterstützenswerte Idee

Gespeichert unter: BusinessAngel, Personal Experiences, Start-up's — Peter Schuepbach @ 11:29

Leider konnte ich ja nicht selbst an dem diesjährigen Start Event meinen Vortrag halten. Trotzdem bin ich dieser Organisation natürlich geistig schon immer verbunden gewesen. Vielleicht auch deshalb, weil Daniel Borel mich an einen Anlass des „Start Lausanne“ direkt nach dem „Aus“ für Miracle mitgenommen hat und mich quasi sofort wieder in die Öffentlichkeit drängte. Mit angehenden UnternehmerInnen zu sprechen und einen Vortrag zu halten über das Risiko eines Unternehmers, das hat damals sehr gut getan (und ich bin Daniel generell für seine damalige Unterstützung sehr dankbar!).

Vor einer Woche hat uns (Nicolas Berg, Peter Niederhauser und mich) eine stattliche Delegation von „Start“ besucht (u.a. Myriam Eggers, Willi Graf, Adrian Locher und Adrian Bischoff) und uns die STARTglobal-Foundation vorgestellt.

Eine tolle Idee: Die Foundation will einerseits Unternehmer (Studenten) direkt mit kleinen Beträgen unterstützen um daraus Start-up’s werden zu lassen, die danach bei der Kapitalsuche unterstützt werden sollen. Zudem sollen Studenten für Jobs an Start-up’s vermittelt werden. Alles hat zum Ziel das Unternehmertum an Universitäten viel stärker zu thematisieren und direkt zu fördern. Eine sehr lobenswerte Initiative – und jetzt werden auch noch konkrete Unterstützungsleistungen angeboten.

Ich auf alle Fälle werde versuchen START zu unterstützen – direkt oder indirekt – mal sehen.

Mehr Informationen zu STARTglobal hier!

20 Juni 2006

Vortrag bei Startglobal Anlass – Das tägliche Überleben erleben

Gespeichert unter: Personal Experiences, Publications, Start-up's — Peter Schuepbach @ 9:36

Ich muss mich bei allen Gästen des Startglobal Anlasses entschuldigen. Mir ist nach der Anreise in Kostanz so übel geworden, dass ich die Zeit bis zur vorzeitigen Abreise nur noch auf der Toilette verbracht habe. Deshalb musste ich meinen Vortrag auf dem Schiff (!!) absagen. Das tut mir wirklich leid, da ich gerne die Jungunternehmer und Studenten kennen lernen wollte.

Als Ersatz für meine Rede möchte ich deshalb hier in meinem Blog, das ja von Startglobal verlinkt ist, Teile des Inhaltes wiedergeben. Stellen Sie sich also vor, ich stände vor Ihnen auf dem Schiff zwischen Hauptgang und Dessert…

Quote:

"Mann/Frau sollte sich immer wieder daran erinnern, das Geschäft nicht Leben oder Sterben bedeutet. Es ist einfach ein Sport!" dieses Zitat ist von Richard Fairbank, CEO von Capital One.

Dieses Zitat widerspiegelt auch etwas die Kultur- oder Mentalitätsdifferenz zwischen Unternehmertum in den USA und in Europa. Hierzulande werden die Folgen des Scheiterns immer noch zu stark gewichtet. Gerade bei vielen Jungunternehmern stehen diese "Folgen" oftmals im Zentrum der Risikoüberlegungen und Abwägungen. Und dies hindert viele daran, das eigene Unternehmen zu starten.

Ich bin ja schon fast die Personifizierung des "modernen" Scheiterns in der Schweiz und deshalb werde ich wohl auch so oft an solche Anlässe eingeladen. Und ich kann auch hier in meinem Blog allen Lesern versichern: Es gibt ein Leben nach dem Scheitern! Und es gibt neue Chancen und neue Möglichkeiten.

Ich bin also irgendwie ein Serientäter und verdammt stolz darauf! Mit GenevaLogic, meinem derzeitigen Hauptengagement als Unternehmer, versuchen wir gerade den Umsatz in den nächsten drei Jahren zu verdoppeln und von der weltweiten Nummer drei zur Nummer ein (1) zu werden (in unserem Segement "Tools for Schools").

Solch unternehmerisches Handeln ist immer auch mit Risiko verbunden. Und, Risiko hat auch mit Scheitern zu tun. Dies war auch bei meiner vormaligen Tätigkeit bei Miracle nicht anders. Wir hatten einen Traum mit einem super Team von Mitarbeitern, einem sehr innovativen Produkt und einer Marktchance, weltweit erfolgreich zu sein. "If you can dream it – you can do it" Nach über 14 Jahren harter Aufbauarbeit, etlichen Hochs und vielen Tiefs, viel Schweiss und Arbeit, kam dann Ende 2000 das Aus! Das hat enorm geschmerzt und schmerzt manchmal noch immer (vor allem bei der Vorbereitung solcher Vorträge). Was mit einem Studentenkredit in der "Garage" begann, endete dramatisch und mit viel medialem Getöse. Nüchtern betrachtet aber, war es ein unternehmerisches Wagnis, dass genauso viel Chancen wie Risiken hatte. Meine Partner und ich sind diese unternehmerischen Risiken ganz bewusst eingegangen.

Ein Unternehmer muss also auch mit Niederlagen umgehen können. Nach einer blutigen Nase wieder aufstehen und weiter kämpfen. Gerade in den Fehlern, den Krisen oder den Niederlagen lernt man am meisten. Daraus kann man viel Schöpfen und Erfolge viel intensiver geniessen. Und was gibt es schöneres als mit einem tollen Team im Unternehmen einen Erfolg zu feiern. Oder die unglaubliche Genugtuung, eine Krise gemeistert zu haben.

Deshalb, liebe Jungunternehmer, die etwas Unglaubliches kreieren wollen: Go for it! Es gibt nichts Tolleres als die Erfahrungen eines Start-up's. Kreativ nach Lösungen von Problemen suchen und im Team den geschäftlichen Erfolg anstreben und etwas gemeinsam aufzubauen. Das tägliche Überleben zu erleben!

Also – liebe Gesellschaft: Unterstützen wir, wo immer wir können unsere Jungunternehmer, zollen wir ihnen höchsten Respekt. Zelebrieren wir ihren Erfolg und verzeihen wir ihnen Fehler und Scheitern und ermuntern sie immer, weiter zu machen – den unternehmerischen Virus weiter zu tragen und andere anzustecken!

"Doch wenn unsere Gebete nicht erhört werden, wenn unsere Erwartungen und Träume nicht wahr werden, sollten wir alle daran denken, dass wahre Grösse nicht darin besteht, nie zu fallen, sondern darin, sich nach jedem Sturz wieder zu erheben."

Nelson Mandela"

Unquote:

Dies als kleiner Auszug aus meiner Spirit Speech…

15 Mai 2006

Next10Years event in Hamburg

Gespeichert unter: Internet, Personal Experiences, Social Networking, Social Software, Start-up's, Technology Trends — Peter Schuepbach @ 7:46

Der „Next10Years“ Anlass wurde von SinnerSchrader Web-Agentur organisiert und war eigentlich deren 10 Jahre Jubiläum. Auf die Anfrage von einigen Referenten haben sich danach viele Interessierte gemeldet und der Event wurde plötzlich zu einer Konferenz mit mehreren hundert Teilnehmern. Schon dies zeigt, wie das Thema Web2.0 und der allgemeine Internet Trend im Moment wieder „hyped“. (ich werde dazu ein separates Post machen bezüglich Bubble2.0)

Insgesamt war der Event ganz toll organisiert. Vor allem die Keynote von Andreas Weigend war einmal mehr ein Genuss. Obwohl jetzt nicht sehr viel Neues dabei rauskam waren doch einige Aussagen sehr spannend und vor allem für den Bereich Social Software. Andreas Weigand hat in seinem Referat ausgeführt, dass nach der „Intention“ getriebenen „Economy“ nun die „Attention“ getriebene „Economy“ im Internet entstehe. Also nach der reinen Suche nach etwas, kommt nun die Welle des sich darstellen und um Anerkennung ringen. Das zeigt sich ja deutlich in den rasch wachsenden Zahlen der Social Netzwerk Nutzern im Bereich 14 – 20 jährigen. Der allgemeine Trend geht also von passiver Information nutzen, hin zu Nutzerbeteiligung an den Inhalten. Interessant sind da Aussagen, dass die Radio und Fernseh Nutzung stetig rückläufig ist, dass in den USA bei einer neusten Umfrage die Jugendlichen klar zum Ausdruck brachten, dass Handy und Internet Fernsehen weit überholt haben, so ist doch heirzulande immer noch erstaunlich, dass wenn ich da so Werbezeitschriften wie Horizont oder ähnliche lese, sich bei deren Betrachtungen alles immer noch um Print, TV oder Radio dreht…

In den verschiedenen Break-out Sessions wurden dann verschiedene Themen diskutiert. Interessant war zum Beispiel der Break-out „Longtail-Business“ am Beispiel von Spreadshirt. Lukasz Gadowski hat dort sehr interessant ausgeführt, wie er Spreadshirt aufgebaut hat. Heute bedruckt Spreadshirt mehrere 10′000 Artikel pro Monat mit mehr als 200 Mitarbeitern. Ein sensationelles Beispiel wie ein Jungunternehmer es geschafft hat, seine Idee und sein Konzept zu realisieren – und dies noch ohne VC Finanzierung! Beim Longtail Business geht es ja gerade darum, in einer Nische mit Kleinstbeträgen ein Geschäft aufzubauen. Das Konzept von Spreadshirt geht total auf. Über 150′000 Shops verkaufen heute die T-Shirts für Spreadshirt und verdienen je nachdem mit am Geschäft.

Der zweite Break-out handelte von „Community“ – ein Thema bei dem Lars Hinrichs von openBC mit dabei war. Eigentlich hab ich ja schon viel gewusst – aber mich hat vor allem interessiert, was die Leute von openBC wissen wollten ;-) . Und es ist schon erstaunlich, dass auf die Frage von Lars, wer den alles bei openBC Mitglied sei, doch quasi der ganze Saal die Hände nach oben streckte! Was muss das wohl für ein Gefühl für Lars sein? Interessant war, dass es noch immer Leute gibt, die openBC sehr skeptisch gegenüber stehen. Da kamen Fragen wie „Wie finanziert sich den openBC?“ oder „Wie stellen sie sicher, dass openBC nicht zu einer Dating-Plattform wird?“. Das zeigt schon, dass viele sich noch nicht bewusst sind, welchen enormen Mehrwert openBC für seine Community darstellt. Da gibt es noch einiges zu kommunizieren…

Die abendliche Party war dann ein Revival der 98/99-Jahre: Der Lichy-Saft und die Bio-Limo, der „Sex at the Beach“ oder der „Gin-Tonic“ gab’s gratis – Live DJ Musik mit feinen exotischen Häppchen und jeder die Sticker an der Brust: „Start-up“ – „Investor“ – „Berater“ – „Ermöglicher“ – „Blogger“ und viele mehr… Gegen 500 Leute die die Rückkehr des Internet’s feierten!

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