Peter Schüpbach – NewBorn Blog

2 Juli 2007

Dein täglich neues Social Network…

Gespeichert unter: Coole Sites, Internet, Investments, Personal Experiences, Social Networking, Social Software, Web 2.0 — Peter Schuepbach @ 8:44

Ich glaube, ich habe dies hier schon einmal geschrieben – und es hat sich nichts daran geändert. Ich erhalte pro Woche mindestens 2-3 neue Social Network Konzepte oder Ideen. Von Meta-Social-Networks über das Web 3.0 Social Network bis zum 324igsten MySpace Clone. Wenn ich dann Frage, wie solche “neuen” Netzwerke denn in der heutigen “übernetzten” Userlandschaft erfolgreich sein sollen, da bekomme ich unterschiedliche Antworten:

  • Das Netzwerk ist cool und einzigartig
  • Wir werden Guerillia Marketing machen
  • Der User hat ein ganz neues Erlebnis

und vieles mehr. Auch erfahre ich immer noch, dass es viel Potential gibt und das es immer noch viele Leute gibt, die nicht in einem Netzwerk registriert sind.

Und tatsächlich: Es gibt sie immer noch! Phänomenal wachsende Seiten. Dahinter steckt aber immer ein Gesamtpacket das stimmt. Adressierung des Zielmarktes ist richtig, das Produkt erfüllt oder übertrifft die Erwartungen, die User finden das Angebot und die Umgebung stimmig und empfehlen sie weiter. Dazu gehört die nötige Portion Passion, Ehrgeiz und Tatkraft einen solchen Aufbau zu stemmen! Und es braucht das klare Konzept eine Community auch wirklich selbst aufzubauen. Und das ist Knochenarbeit.

Gerade hat eine Studie gezeigt, dass immer noch mehr als 50% der Deutschen nicht wissen, was Web2.0 ist oder ein Social Network ist. Gerade mal knapp 10% sind in einem Social Network registriert. Und trotzdem: Für ein gutes und erfolgreiches Social Network muss ALLES stimmen. Denn was ist schlussendlich ein erfolgreiches SN? Oft sind die Macher stolz, dass sich 30 oder 40ig Tausend registriert haben. Aber das reicht nicht. 300′000 oder 500′000 schon besser. Ab einer Million geht das ganze langsam in die richtige Richtung. Denn die Monetarisierung einer Community kann sehr aufwendig sein. Vor allem wenn zunehmend die Sieger einer Kategorie die Hauptwerbebatzen abräumen.

Apropos Social Network: Ich hätt da noch eine Idee aus den USA:

Mizpee Launches Toilet-finder For Your Cell Phone

mizpee.png

via Martin van Os

13 Kommentare »

  1. Nun, da gibt es noch ein komplett anderes Konzept :-)

    marco

    Kommentar von Marco — 2 Juli 2007 @ 9:22

  2. @Peter Schüpbach: 100% Zustimmung.

    Kommentar von Stefan Hess — 2 Juli 2007 @ 12:38

  3. Hallo Peter Schüpbach,

    Zeigt nicht gerade die von ihnen zitierte Studie das noch brachliegende Potential auf?

    Diejenigen Leute, welche sich heute mit den Social Communities zurecht finden, stellen, gemessen an der Gesamtzahl der Bevölkerung, eine Minorität dar. Jedoch wird sich dies in Zukunft sehr wahrscheinlich ändern und der Anteil der Bevölkerung, welche sich in derartigen Netzwerken organisieren, wird vermutlich proportional steigen. Nun haben sie aber in einem ihrer vorherigen Berichte zu deuten versucht, wie beispielsweise ein Facebook in 50 Jahren aussehen wird. Es ist meines Erachtens sehr unwahrscheinlich, dass ich als Student bis zu meinem Lebensende in einer derartigen Community aktiv bleibe. Vielleicht gibt es eine Verschiebung und einmal aus dem Studium wird man Mitglied bei Xing, weil sich die individuellen Präferenzen Richtung Jobsuche oder Organisation im Berufsleben geändert haben. Und wenn ich dann im Altersheim bin, registriere ich mich in der Ü70 Community. Und genau diese existiert heute noch nicht, könnte aber in 50 Jahren ein Riesenerfolg werden!
    Aus diesem Grund verstehe ich, dass neuartige Communities auf die Beine gestellt werden. Klar werden nicht alle überleben, aber wie sie auch schreiben, und da kann ich nur zustimmen, sind mit einem guten Konzept auch in der “übernetzten” Userlandschaft noch Mitglieder zu gewinnen.

    Kommentar von Jonas Zeier — 2 Juli 2007 @ 2:41

  4. Das Thema Social Network ist in Deutschland noch nicht in der Masse angekommen. StudiVZ hat erst den Beweis erbracht, dass SN überhaupt in Deutschland abheben können. Aber wo Platz für ein Facebook Klon ist, sollte auch ein MySpace möglich sein. Und etwas Ähnliches zu etablieren hat noch niemand geschafft.
    Nicht zu vergessen, dass gerade alle möglichen Nischen beackert werden.
    Ich bin auch der Meinung dass es momentan zu viele Angebote gibt, doch da der Markt noch jung ist, wird sich noch herausstellen müssen wer am Ende die Nase vorne hat.

    Kommentar von Cord — 2 Juli 2007 @ 3:04

  5. [...] neue Social Networks = Hype? Posted Juli 2, 2007 Wie Peter Schüpbach schon beschrieben hat, bekommt er zurzeit immer noch Anfragen von Gründern die ein weiteres Social [...]

    Pingback von 71 neue Social Networks = Hype? « Internet-Euphorie.de — 3 Juli 2007 @ 1:19

  6. Muss man als end-user wissen, was “web 2.0″ bedeuted und was ein social network ist?

    Viele werden sicherlich Google Maps benutzen, ohne zu wissen, dass es sich um eine Web2.0 applikation handelt. Oder MySpace, oder Flickr …

    In dem Sinn laesst sich aus den zitierten 50% keine sinnvolle aussage ableiten in meinen augen …

    Trotzdem stimme ich zu: Potential ist da, aber v.a. gibts viele “Nachmacher” …

    Dafuer mal was ganz anderes: http://www.kooaba.com

    ;)

    Kommentar von Till — 3 Juli 2007 @ 3:14

  7. Was denken Sie Herr Schüpbach, welches sind die zentralen Value drivers auf einer SN-Site? Welche musts müssen erfüllt sein? Welche Features sind eher nice to have? Haben Sie bereits Erfahrungen gemacht? Mich würde die Sicht eines Profis interessieren…

    Kommentar von nic — 6 Juli 2007 @ 5:57

  8. Ich werde in einem der nächsten Posts mal das Thema Social Networks noch besser und detaillierter beleuchten und auf die Kommentare hier eintreten. Ich hoffe, dass ich dann alle Fragen erschlagen kann ;-)

    Kommentar von Peter Schuepbach — 12 Juli 2007 @ 5:55

  9. [b] Monetarisierung der Community ist der Schlüssel [/b]. Hier hat sich ja fast so ein Dogma herausgebildet, der Privatanwender würde nicht für Web 2.0 Inhalte zahlen – ergo könne das Geschäftsmodell nur darin bestehen, erstmal (möglichst viele, möglichst werthaltige) User zu “sammeln”, und dann irgendwann die Werbefinanzierung einzuführen. Premium Mitgliedschaften, wie bei Xing, zeigen dass es auch anders geht. Nach meiner Ansicht kann man hier noch einen Schritt weitergehen, und die Finanzierung wird zukünftig viel stärker transaktionenbasiert sein. Hier arbeite ich gerade selbst an einem Projekt, Launch ist für Oktober geplant.
    Wenn eine Community exklusiv neue Elemente anbietet, die den Kundennutzen steigern, dann wird es auch auf Seiten der Privatnutzer Zahlungsbereitschaft geben. Das setzt aber eben wirklich eine neue Leistungskomponente voraus – nur die 321. Nische zu entdecken, die vielleicht noch nicht direkt mit einer Community versorgt ist, kann da nicht ausreichen.

    Kommentar von Tobias E. Lampe — 23 Juli 2007 @ 12:02

  10. [...] Peter Schüpbach berichtet darüber, daß er als Business Angel noch immer 2-3 Anfragen von neuen Social Networks bekommt. Auch er stellt die Sinnfrage. Dabei legt er gleich die Messlatte für ein erfolgreiches Social Network auf 300.000 – 1.000.000 Mitglieder? [...]

    Pingback von » Wieviel Social Networks verträgt der Markt? — 11 August 2007 @ 3:28

  11. [...] Ich bin schon gespannt, wer hinter diesem Investment steht. Da Lukasz zur Zeit ist, Jens Kunath und Peter Schüpbach in letzter Zeit ein wenig von Standardmodellen gelangweilt klangen, tippe ich auf jemand anderen. [...]

    Pingback von » Buddybook findet Business Angel — 11 August 2007 @ 4:26

  12. [...] überhaupt noch Sinn macht (Diskussion u.a. wieder entfacht durch Blogposts von Jens Kunath und Peter Schüpbach), wird immer sehr gerne auf eines verwiesen: Netzeffekte. Es könne daher langfristig eigentlich [...]

    Pingback von Neue Social Networks noch sinnvoll? « PHvB - Wirtschaft im weitesten Sinne — 21 August 2007 @ 10:33

  13. Ein wirklich toller und interessanter Beitrag. In meinen Augen ist trotz aller Kritik, Presse und Berichterstattungen, das Web 2.0 im Hinblick auf Social Networks in Deutschland noch nicht wirklich angekommen, was sich aber in Zukunft ändern wird. studivz ist in meinen Augen nur ein sehr, sehr positives Beispiel, was möglich ist.

    Die nächsten Monate werden es zeigen was in Deutschland möglich ist. Es gibt soviele innovative Ideen und Projekte (Web 2.0 Start-ups).

    Kommentar von Patrick — 14 Oktober 2007 @ 12:30


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