Peter Schüpbach – NewBorn Blog

24 Januar 2007

Unternehmenswerte – Harte Arbeit

Gespeichert unter: Best Practices, Personal Experiences, Start-up's — Peter Schuepbach @ 2:45

Ich habe hier in meinem Blog ja schon oft über Unternehmenswerte geschrieben. Generell liegt mir die Corporate Culture und damit auch Corporate Values enorm am herzen. Ich bin fest überzeugt, dass Unternehmenswerte viel wichtiger sind als die bestmögliche Organisationsstruktur zu haben. Unternehmenswerte definieren ganz einfach wie ich mich als Mitarbeiter in einem Team bewege, benehme, arbeite, kommuniziere und was mir wichtig ist bei meiner Tätigkeit.

In Zusammenhang mit der Definition von Unternehmenswerten ist das dann aber so eine Sache. Ich habe gerade wieder festgestellt, dass auch bei einem jungen Unternehmen das sich festlegen auf 3 bis 5 Hauptwerte enorm schwierig sein kann. Aufgeschreckt (und aber auch bestätigt) hat mich ein Artikel von Ligalux vom Dezember, dass 64 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Werte ihres Unternehmens nicht kennen. Auch interessant an der Untersuchung finde ich, dass aber 74% der Befragten, in deren Unternehmen Unternehmenswerte  existieren, diese für sehr wertvoll halten.

Im Buch „Winning“ schreibt Jack Welsh ja auch darüber, wie Werte ausgestaltet werden sollten.  Einfach nur Werte zu definieren, ist das eine, das andere ist sie aber ganz konkret ins Unternehmen zu bringen. Das heisst ganz detailliert mit Leben zu füllen.

Excellence – We have a “can do” attitude and aspire to achieve excellence in everything we do

heisst es beispielsweise bei GenevaLogic. Nun was heisst dies für den Supporter, die Marketing Frau etc. Das füllen dieser Phrase mit echten Beispielen aus den verschiedenen Bereichen ergibt danach den einen Teil der Werte. Der andere Teil liefert das Management. Das Vorbild! Damit werden die Werte vorgelebt. So wie das Management mit den Unternehmenswerten umgeht, so werden auch später die MitarbeiterInnen damit umgehen. Wenn also ein Wert Termintreue heisst aber jede Sitzung des Managements verschoben oder zu spät stattfindet, dann werden es die MitarbieterInnen mit den Temrinen auch nicht mehr so genau nehmen.

2 Kommentare »

  1. Ich gebe dir absolut recht bei deiner Einschätzung! Allerdings beschränken sich zuviele Firmen darauf, die Unternehmenswerte nur zu definieren und „kontrollieren“ dann auch nur, ob diese bekannt sind. Ich habe lieber ein motiviertes Team, welches keinen meiner Unternehmenswerte nennen kann, dies aber intuitiv lebt, da die Unternehmenskultur omnipräsent ist und die Mitarbeiter wie gar nicht anders können, als die Werte zu leben. Ich glaube nämlich nicht, dass diese Werte das Verhalten eines Mitarbeiters ändern können – sondern dass man einzig bereits bei der Rekrutierung darauf achten muss, dass der Mitarbeiter kompatibel ist!

    Kommentar von perfektionist — 24 Januar 2007 @ 5:51

  2. @perfektionist:
    Ich bin absolut Deiner Meinung. Solange das Team klein und übersichtlich ist – lebt das Vorbild die Werte. Das ist auch das tolle und bringt das echte Team-Feeling, wenn man merkt, dass es nur eine Sprache, eine Art des Handelns und ein Resultat gibt. Wenn aber das Unternehmen wächst und mehr Leute dazu kommen, es plötzlich eine Struktur gibt, eine Organisation und mehr Distanz zu den merhreren Teams, dann werden Werte immer wichtiger. Aber eines bleibt: Das Vorbild. Wenn das nicht da ist, dann funktioniert es nicht!

    Kommentar von Peter Schuepbach — 24 Januar 2007 @ 8:09


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