Ich hatte diese Woche zudem noch einen kurzen Abstecher nach Berlin. Dabei hatte ich die Gelegenheit mit den Jungs von studiVZ zu sprechen. Michael Brehm hat mir kurz die Räumlichkeiten gezeigt. Diese sind im Edison Park in toller Umgebung direkt in Berlin Mitte. Michael hat mir erzählt, dass studiVZ gerade daran ist viele neue Dinge zu launchen und deshalb die meisten Leute bis morgens früh um 2 Uhr gearbeitet haben. Typisch Start-up halt (für alle, die noch nie dieses Feeling hatten, am frühen morgen nach einem 18 Studen-Arbeitstag den PC abschalten und an die frische Nachtluft zu treten… das sind gute Momente!). Ich bin beeindruckt, was die Leute bei studiVZ alles in dieser kurzen Zeit geschafft haben.
Traffic Rank: 1′021 bei Alexa
Die Daten bei Alexa sind ja nicht genau – aber das Wachstum ist schon unglaublich beeindruckend. Ich freue mich wirklich für das Team – denn die Arbeiten hart für diesen Erfolg.
Danach ging ich ein Haus weiter zu Gate5 (GPS fürs Handy) von Christophe Maire mit dem ich ja bei plazes zusammen arbeite. Er hat seine Firma in den letzten Wochen an Nokia verkauft und ist jetzt für die Transition und Integration verantwortlich. Dort Start-up pur auf der anderen Seite eine ausgewachsene High-tech Firma mit tollen Büro’s. Der Unterschied könnte nicht krasser sein. Aber dennoch – in beiden Unternehmen wird im Moment sehr viel bewegt!
Hatte gestern das Vergnügen ein junges Start-up im „Parc Scientifique“ bei der EPFL in Lausanne zu besuchen. Ich war zum ersten Mal in diesem Firmen-Park.
Vicent Bieri der CEO von NEXThink hat mir sein Unternehmen vorgestellt sowie die Produkte präsentiert. Sehr eindrücklich, was die Firma bereits erreicht hat. Das Unternehmen ist bereits mit Venture Kapital finanziert von VI (Alain Nicod). Das produkt Reflex visulisiert in einer sehr eindrücklich einfachen Art was in einem internen netzwerk vor sich geht und wer, welche Applikationen wann braucht. Daraus werden unter anderem Risikoprofile ermittelt.
Ich hatte eigentlich zwei Interessen: Einerseits interessiert mich das Unternehmen als Business Angel und zweitens könnte ich mir vorstellen, dass GenevaLogic solche Applikationen in der Administration von grossen Schulnetzen einsetzen könnte. Dies ist zunehmend vor allem in der USA ein grosses Bedürfnis.
Wir werden auf alle Fälle beide Möglichkeiten gegenseitig eingehend prüfen.
Ja ich weiss – ich bin etwas spät dran mit diesem Artikel – aber denoch will ich dies loswerden. Der Artikel von Ralph Poehner in der Weltwoche vom 19.9.2006 ist wirklich gelungen. Er beschreibt sachlich die Möglichkeiten, die die New-New-Economy ermöglicht. Wichtig wäre gerade für viele Einheimische (wer ist das heute wohl in der gloobalen Weltwirtschaft) diese Möglichkeiten zu ergreifen und neue Ideen in Geschäftsmodelle umzusetzen. Wo bleiben hierzulande die Start-up’s die versuchen von diesen Möglichkeiten Profit zu schlagen. Hat Herr Kindle von der ABB wirklich recht, dass uns langsam die Ingenieure ausgehen?
Ich hoffe, dass solche Artikel einige Jungunternehmer animiert um eigene Ideen zu realisieren: Start-up!
Leider konnte ich ja nicht selbst an dem diesjährigen Start Event meinen Vortrag halten. Trotzdem bin ich dieser Organisation natürlich geistig schon immer verbunden gewesen. Vielleicht auch deshalb, weil Daniel Borel mich an einen Anlass des „Start Lausanne“ direkt nach dem „Aus“ für Miracle mitgenommen hat und mich quasi sofort wieder in die Öffentlichkeit drängte. Mit angehenden UnternehmerInnen zu sprechen und einen Vortrag zu halten über das Risiko eines Unternehmers, das hat damals sehr gut getan (und ich bin Daniel generell für seine damalige Unterstützung sehr dankbar!).
Vor einer Woche hat uns (Nicolas Berg, Peter Niederhauser und mich) eine stattliche Delegation von „Start“ besucht (u.a. Myriam Eggers, Willi Graf, Adrian Locher und Adrian Bischoff) und uns die STARTglobal-Foundation vorgestellt.
Eine tolle Idee: Die Foundation will einerseits Unternehmer (Studenten) direkt mit kleinen Beträgen unterstützen um daraus Start-up’s werden zu lassen, die danach bei der Kapitalsuche unterstützt werden sollen. Zudem sollen Studenten für Jobs an Start-up’s vermittelt werden. Alles hat zum Ziel das Unternehmertum an Universitäten viel stärker zu thematisieren und direkt zu fördern. Eine sehr lobenswerte Initiative – und jetzt werden auch noch konkrete Unterstützungsleistungen angeboten.
Ich auf alle Fälle werde versuchen START zu unterstützen – direkt oder indirekt – mal sehen.
Mehr Informationen zu STARTglobal hier!
Das Stanford Technology Ventures Programm ist eine tolle Sammlung von vielen sehr nützlichen Informationen zum Thema „Entrepreneur“.
Zum Beispiel verschiedene Videos von David Neeleman, CEO von JetBlue, über ganz verschiedene Themen. Wir haben des Fall „JetBlue“ im Executive Program Growing Companies in Stanford diesen Sommer auch behandelt und es ist schlicht sensationell was JetBlue in der kurzen Zeit geschafft hat. Ein riesiger Verdienst fiel dabei auf den Aufbau der richtigen Unternehmenskultur. David Neeleman hat aber in seiner Karriere, wie das in der USA üblich ist, auch Tiefschläge erlebt. Dies hat ihn sicherlich auch beim Aufbau von JetBlue geprägt. Eine tolle Information für alle diejenigen, die sich vielleicht vor dem Risiko eines Misserfolgs fürchten. Schaut Euch mal diesen Video an!
Zudem gibt es auf dieser Seite viele zusätzliche Informationen wie Podcasts von Ikonen des Silicon Valley’s Venture Capitalists, CEOs und andere erfahrene Unternehmer, wie Mark Zuckerberg (Facebook), Carol Bartz (Autodesk), Michael Goldberg (Mohr Davidow Ventures) and Joel Peterson (Peterson Partners, Trammell Crow)
Eine Seite, die man unbedingt „bookmarken“ sollte.
Tolle Idee hab ich entdeckt (ja einmal mehr – openBC machts möglich). www.brotpost.ch – Brot Abonnoment im Internet für Brotliebhaber.
Die Webseite gibt eine gute Übersicht über die Brotsorten und die Vorteile von gesundem Brot. Man kann sich einfach registrieren und Brot bestellen. Dies kommt danach Vorgebacken per Post nach Hause. Ich habe mal ein Dinkel-„Glüxx“-Brot bzw. das Probeset, wo alle Brote mit dabei sind, bestellt um zu testen. Werde hier meinen Testbericht verfassen.
Aus meiner Sicht könnte die Seite noch etwas mehr Web 2.0 vertragen! Wär doch toll wenn man per Interaktion Feedback oder Empfehlungen abgeben könnte – oder sogar das eigene Design bestellen könnte – Das Spreadshirt-Brot! An jeder Party gibt es doch so die verschiedenen Party-Brote – warum dies also nicht individualisieren… Was wär, wenn man sogar per Webseite die Zutaten ändern könnte – als den inividuellen persönlichen Teig herstellen – ab einer gewissen Quantität wär dies mir sehr viel wert! Oder ist das zu verrückt?
Ich hatte heute Verwaltungsratsitzung bei SpeedLingua in Genf. Martin Velasco und Jacky Munger präsentierten dabei die neuste Version von SpeedLingua. Absolute spitze!!!
Die neue Version wurde nun in den verschiedenen Sprachen mit speziellen Übungen für die schwierigen Phoneme ergänzt. Das heisst spezielle Sprachübungen mit der Sprachmodulierungstechnologie von SpeedLingua für beispielsweise „th“ im Englischen oder „r“ im Spanischen. Zudem werden neu alle Lektionen der Schüler aufgenommen und können jederzeit wieder abgespielt werden. Und ganz speziell ist die neue Chinesische Version. Dies ist ein Meilenstein. Nun kann jeder ganz gezielt die Chinesische Sprache mit SpeedLingua erlernen. Dabei wird jede Tonlage trainiert und natürlich eben auch die speziellen Chinesischen „Phonems“ wie beispielsweise das berühmte „ma“ in den verschiedenen Tonlagen und Sprachversionen geschult.
Und ich habe am eigenen Leib einmal mehr erfahren, wie wichtig Sprachen sind. Alle Verwaltungsratskollegen sind Französisch sprechend… und ich in meinem „Français-Fédéral“ werde nun noch vermehrt Französisch büffeln!! Übrigens jeder der gerne eine Testlektion mit SpeedLingua machen will, kann sich mit einem Kommentar hier melden und die Zielsprache angeben – die ersten 10 erhalten eine Gratis CD! Bedingung: einfach einen Kommentar und Erfahrungsbericht verfassen und mir zusenden! Also los Sprachen lernen – das ist ein wichtiger Schlüssel für die globale Wirtschaft anyway!
Nach fast genau 6 Jahren, einer hohen 6stelligen Summe, unendlichen Seiten Korrespondenz, vielen Ordnern Papier und einigen schlaflosen Nächten, hat letzte Woche das Bundesgericht in Sachen Miracle nun endgültig für uns entschieden. Ich bin sehr erleichtert!
Für alle die nicht wissen um was es geht: Die SIS (Schutzgemeinschaft Investoren Schweiz) angeführt vom geschäftstüchtigen Rechtsanwalt Werder (hat sein Büro auch an entsprechender Lage!), hatte dem Management von Miracle vorgeworfen, beim Börsengang die Anleger getäuscht zu haben. Die Rede war von Betrug, Verschleierung, Urkundenfälschung und so weiter. Die Klageschrift umfasste über 70 Seiten. Die SIS versicherte den ehemaligen Aktionären bei einer „Gründungsversammlung“ sehr engagiert, dass die Chancen sehr gut stünden, dass die Anleger ihr verlorenes Geld zurückerhielten. Unterstrichen hat er dies mit verschiedenen ehrverletzenden Äusserungen und natürlich breit und unkritisch unterstützt von der Presse. Die gutgläubigen Anleger bezahlten daraufhin Rechtsanwalt Werder ein anständiges Honorar in der Grössenordnung von Fr. 100′000 mit dem er gegen das ehemalige Management losziehen konnte. Ein ganz passables Businessmodell, wenn man sich das mal so überlegt!
Nun hat die letzte Instanz das Bundesgericht entschieden und den vorgängigen Entscheid des Berner Obergerichts bestätigt. Ich bin darüber auch sehr befriedigt, weil ich immer zu all den damaligen Entscheidungen offen gestanden bin. Als CEO oder generell im Führungsteam eines Unternehmens trifft man Entscheidungen basierend auf der Lagebeurteilung zur Zeit der Entscheidung. Im Nachhinein stellten sich dann Entscheidungen als falsch heraus. Zu diesen Fehlern sind wir alle und bin ich immer gestanden. Gerade in der damaligen Situation 1999/2000, also während dem grossen Hype, sind gewisse Fehler passiert, die ich heute im Nachhinein sicherlich anders machen würde. Dass dies in einer börsenkotierten Gesellschaft der Fall war, ist für die damaligen Anleger bedauerlich. Jedoch hätte sich jeder bewusst sein müssen, was für Aktien er erworben hatte – Aktien nämlich einer Wachstumsfirma mit erheblichen Risiken und mit einer viel grösseren Volatilität. Viele aber spekulierten nur auf einen schnellen Börsengewinn. Als Unternehmer haben wir das Unternehmen, zu einer aus unserer Sicht fairen Bewertung, zu einem Kurs von Fr. 240 an die Börse gebracht. Jedoch schon nach ein paar Wochen war der Kurs auf über Fr. 680 angewachsen, ohne dass wir etwas dazu beigetragen hätten. Die schier endlose Gier nach noch mehr Börsengewinn im Technologieumfeld hat den Kurs weiter auf über Fr. 1′190 getrieben! Die Erwartungshaltung stieg damit ins unermessliche.
Nun denn: Ich bin froh, dass diese haltlosen Beschuldigungen auch offiziell von der höchsten Instanz entkräftet wurden. Sie haben mich, und meine Kollegen enorm viel Kraft gekostet – über Jahre. Denn der Ankläger hat in solchen Situationen immer die bessere Ausgangslage. Aber was soll’s für RA Werder ist die Rechnung ohnehin aufgegangen – er hat ja sein Honorar von den Anlegern erhalten. Für die tut es mir doppelt leid, haben sie doch nun schon zum zweiten Mal verloren. Beide Anlagen waren aber ihre persönlichen Entscheide.
PS: Ich kann hier in meinem Blog nun auch mehr über den Fall Miracle berichten – Nicolas Berg und ich haben ja mal begonnen ein „Buch“ über Miracle zu schreiben, dass die turbulente Zeit etwas beschreiben soll. Vielleicht werde ich hier nun einige dieser Kapitel veröffentlichen – mal sehen.