Die FAZ bringt am Sonntag einen Bericht über Facebook Apps heraus. Der Journalist Patrick Bernau hat mich nach meiner Meinung bezüglich des Hypes von Facebook Apps gefragt. Ohne dem Artikel vorgreifen zu wollen, habe ich hier einige meiner Statements zusammen gefasst:1. Es gibt nur ganz wenige Facebook Apps die wirklich nachhaltig überleben werden2. Die Vermarktung der Apps auf Facebook muss wie die Vermarktung im Internet betrachtet werden - also genau die gleiche grosse Herausforderung. Zu meinen, dass wenn man eine App entwickelt hat, sich diese ganze einfach viral von alleine verbreitet ist falsch.3. Es gibt nur ganz wenige Apps die es wirklich geschafft haben - von heute ein paar Tausend Applikationen gibt es nur 10-20 die wirklich gross geworden sind4. Viele Apps haben noch kein nachhaltiges Business Modell5. Viele Nutzer fühlen sich genervt über die laufenden Einladung zu der nächsten “Super-Poke-irgend-was-fühl-dich-gut” ApplikationMeiner Ansicht nach, ist und bleibt ein Social Network eine Kommunikationsplattform - alle zusätzlichen Gimicks sind Modeerscheinungen, mit wenig Loyalität und damit auch nur mit einem kurzfristigen Erfolg.Hier noch einige Blogposts:
Ich habe gerade einen interessanten Artikel auf CNN gelesen, der von aussen die ganze Video Szene betrachtet, die ja von innen gesehen, sich unglaublich entwickelt. Der Artikel geht von einem raschen Ende dieser Destinations-Seiten aus, die einfach nur Videos hosten. Da bin ich einer Meinung. Ich glaube aber, dass Video in Verbindung mit relevanter Beziehung schon eine grosse Berechtigung hat. Was heisst das? Ich bin überzeugt, dass ich die Videos meiner Familie anschaue, vielleicht auch noch die meiner Freunde und sicherlich welche aus meinen Intressensgebieten. Deshalb bin ich auch starker Verfechter der Verknüpfung von Social Networks und Social Media. Denn wenn mein Freund was tolles erlebt hat, dies auf Video festgehalten hat und nun mir dies mitteilt - dann ist das starker Content. Und relevanter starker Content kann auch vermarktet werden.
Ich habe mir in den USA diese Woche ein neues Gadget zugelegt: Flip - The Flip Video. Eigentlich habe ich ja schon mal einen Blogpost gemacht bezüglich Geräten, die ich vermisse, um einfach einen kleinen Film zu machen ohne grosse Cams zu benutzen. Zudem sollte das Ding ganz einfach einen Upload zu dem bevorzugten Videoportal ermöglichen. Nun: Flip - ist ein erster Schritt dazu. Flip ist nicht teuer ($149,00) und kann eigentlich nur einfach mehrere Videos aufnehmen und via USB Stick auf den Computer übertragen. The Flip ist voll digital und kann bis zu 60 Minuten Film speichern.

Die Kamera hat einen einfachen Zoom der absolut genügt. Das Handling ist sehr einfach: Aufnehmen, Abspielen, Löschen und Übertragen. Das Gerät überzeugt mich voll und ganz - und zwar weil es so einfach ist! Die Software zum automatischen Upload ist, zumindest auf dem Mac, noch nicht ausgereift und ist noch viel zu wenig automatisiert. Auch sind mit dem Assistenten zur Zeit nur AOL, Youtube, Amazon und Myspace-Video Uploads unterstützt. (Ich möchte natürlich so schnell wie möglich Kyte dazu haben). Das Design ist einfach gemacht, nicht sehr fancy, ist aber zweckmässig und genügt voll und ganz und .
Fazit: Ein gelungener Schritt in die richtige Richtung. ich bin überzeugt, dass wir bald auch in Europa Flip kaufen können. Übrigens: Die Firma ist aus San Francisco und wurde mit viel, viel Mitteln (man spricht von 40 Mio. $) von Major VC’s finanziert.
Hier einen ersten Test mit der Kamera.
Zum ersten Mal wird dieses Jahr, gemäss einem Artikel auf Mashable und nach Untesuchung von GroupM, die Internet Werbung das Volumen der TV Werbeausgaben in England übersteigen. Der Bericht rechnet sogar damit, dass in Schweden dies bereits früher in diesem Jahr geschieht.
Falls das so eintrifft, ist dies sehr bemerkenswert, haben wir doch hier zu Lande immer noch das Gefühl, dass Print und TV übermächtig sind. Aber der Trend geht klar in die Richtung Online. Zudem werden die Möglichkeiten für zielgerichtete Werbung im Internet immer besser. Mit den Möglichkeiten die Multimedia Inhalte immer mehr bieten, sowie “Opt-In” Dienste, kann das aufkommende Werbevolumen sicherlich auch gut eingesetzt werden, ohne dass der Internet Nutzer mit unnützer Werbung überschwemmt wird. Ich bin fest überzeugt, dass gerade auf den verschiedenen Social Network Plattformen neue zielgerichtete Werbung in Form von Promotion viele Möglichkeiten diesbezüglich bietet. Warum sollte ich als Nutzer nicht bereit sein, zielgerichtete Werbung zu akzeptieren, sofern ich dafür einen Mehrwert an Diensten oder Funktionen erhalte?
Die verschiedenen Betreiber sind aber in dieser Beziehung leider mit rüden Vorgehen mit Beacon oder den plumpen AGB Anpassungen von studiVZ am Nutzer abgeprallt! Sie haben eine elementare Grundlage dabei missachtet: Solche Netzwerke gehören den Nutzern! Um neue Formen und Werbemöglichkeiten ausschöpfen zu können, muss man den Nutzer dafür gewinnen - man muss ihn vom Vorteil überzeugen - und dies sorgfältig und seriös. Zudem muss er sofort einen Mehrwert sehen. Was sicherlich nicht geht, ist ein bestehendes Produkt einfach mir nicht dir nichts zu ändern. Dies wird von den Nutzern als Missbrauch ihrer Loyalität betrachtet.
Ein Umdenken braucht es aber auch von den Werbetreibenden. Wie schon oft erwähnt, müssen auch dort die neuen Werbemöglichkeiten kreativ neu ausgeleuchtet werden. Erst wenn dieses Ökosystem funktioniert, kann daraus ein nächster Level erreicht werden.
Als Internet Benutzer wäre ich froh, wenn ich gegen entsprechende Gegenleistung, die richtige Werbung erhalten würde. Immer in der Sicherheit, dass mein Plattform Partner sorgsam mit meinen Daten umgeht!

Da ich als Nicht-Einwohner in Deutschland ja aus gesetzlichen Gründen nicht bei Smava teilnehmen kann, muss ich als externer Beobachter darüber schreiben. Smava musste viele Hürden nehmen um endlich an den Start gehen zu können. 2007 war aber sicherlich ein gutes Jahr. Smava hat dabei bewiesen, dass das Modell nicht nur in England funktioniert sondern auch in Deutschland. Beinahe € 1,0 Mio. wurden laut der Marktplatzstatistik an Krediten vergeben.
Mein Lieblingskredit ist der hier! Ist doch einfach toll. Ich bin überzeugt, das gerade solche Fälle mit Smava enorm schnell und zufriedenstellend, sowohl für die Kreditgeber wie auch die Kreditnehmer abgewickelt werden können.
Laut Alexander Artopé (Geschäftsführer von Smava) will er im 2008 vor allem auf der Kreditnehmer-Seite schneller wachsen. Aufgrund der grossen Kreditgeber-Nachfrage ist ein grösseres Potential für mehr Kreditnehmer. Für mich erstaunlich - hätte ich doch gewettet, dass doch eher das Finden von genügend Geldgebern ein Problem darstellt. Sicherlich ist die tiefe Ausfallrate, wie auch die relativ gute Rentabilität ein guter Anreiz für Geldgeber.
In den letzten Wochen ist enorm viel passiert:
1. Kyte hat Series B abgeschlossen: Ein schier übermächtiges Konsortium angeführt von Telefonica investiert $15Mio. in Kyte. Mit dabei sind auch DoCoMo, NOKIA, DFJ, Holtzbrinck sowie die Swisscom. Eine gewaltige Gruppe von Vertriebs- und Marktpower. Ich freue mich riesig fürDaniel Graf und sein Team, weil ich weiss was es heisst eine solche Runde zusammen zu bekommen! Gratulation! Ich bin überzeugt, dass da von Kyte und dieser strategischen Partnerschaft noch viel zu erwarten ist!
2. brands4friends hat eine Runde mit Mangrove abgeschlossen. Auch dieses Start-up ist ein absoluter Renner! Innerhalb von wenigen Wochen auf bereits 200′000 registrierte User zu kommen, dass muss man erst schaffen. Gratulation an Christian Heitmeyer und Constantin Bisanz und sein Team. Was die innerhalb der letzten Wochen aufgebaut haben ist beeindruckend.
3. restorm.com hat sich funktional und inhaltlich in den letzten Wochen enorm entwickelt. Jede Woche kommen neue starke Möglichkeiten dazu. Zum ersten Mal ist es mir möglich direkt meine Fanmitgliedschaften zu Bands und Musiker zu verwalten. Zudem kann endlich jede Band direkt mit den Fans kommunizieren. restorm ist damit die erste, echte Plattform die Bands, Fans, Labels und Venues/Clubs zusammenführt und damit allen Teilnehmern eine echte 360° Verwertung ermöglicht.
Ja - mein Blog ist wieder zurück! Die letzten zwei bis drei Monate waren echt unglaublich. Ich bin nur noch in Flugzeugen oder Zügen gesessen und bin von Meeting zu Meeting gehoppt… Dazwischen habe ich nicht mal mehr die Musse gefunden, von den vielen Eindrücken, die ich in den letzten Wochen und Monate gesammelt habe, etwas nieder zu schreiben.
Nun, ich werde versuchen in der ruhigeren Zeit, die vor uns liegt, das Viele zu verarbeiten. Wie ich hoffe, auch mit einigen interessanten Beiträgen in meinem Blog.